Webseiten-Werkzeuge


Seitenleiste

Information

Zur statistischen Auswertung wird auf hurtigwiki.de das Open-Source-Tool „Piwik“ eingesetzt. Informationen dazu und die Möglichkeit einzustellen, ob ein Webanalyse-Cookie abgelegt werden darf, finden sich in der Datenschutzerklärung.

anreise:auto

Anreise mit dem Auto

Informationen von BRITANNICUS

Ab Hamburg nach Bergen (1, 2) bzw. Oslo (3-8)

1) Flensburg – Hirtshals – (Fähre) Kristiansand – Stavanger – Bergen (E39 mit Fähren in Mortavika und Sandvikvågen)

  • Distanz: ca. 1.100 km
  • 3 Fähren (Hirtshals-Kristiansand, 2 Lokalfähren in Norwegen – s.o.)
  • Mautgebühren in Norwegen

2) bis Hirtshals: dito – (Fähre) Bergen

3) Lübeck – Puttgarden – Rødbyhavn – Kopenhagen – (Brücke) Malmö – Göteborg – Svinesund (norw. Grenze) – Oslo

4) bis Kopenhagen: dito – Helsingør – (Fähre) Helsingborg – dann: dito

  • Distanz: ca. 900 km
  • 2 Fährüberfahrten („Vogelfluglinie“, Øresund)
  • Mautgebühren in Norwegen

5) bis Kopenhagen: dito – (Fähre) Oslo

6) Kiel – (Fähre) Oslo

7) Kiel – (Fähre) Göteborg – dann: wie 3)

  • Distanz: ca. 400 km
  • 1 Fährüberfahrt (Kiel-Göteborg)

8) Flensburg – Kolding – Odense – Großer-Belt-Brücke – Kopenhagen – dann wie 3) bzw. 4)

  • Distanz bis Kopenhagen: ca. 500 km (bis Oslo: ca. 1.100 – 1.150 km je nach weiterer Route)
  • Großer-Belt-Brücke (mautpflichtig)
  • Fähren/Brücken/Maut auf weiterer Strecke: vgl. 3) bzw. 4)

Ab Oslo nach Trondheim:

1) Hamar – Lillehammer – Otta – Dovrefjell – Dombås – Trondheim (E6)

2) Elverum – Trondheim (E6 und Rv. 3, umfährt das Dovrefjell, an km minimal kürzer)

  • Distanz: ca. 500 km
  • Mautgebühren in Norwegen können anfallen

Ab Oslo nach Bergen

1) Hønefoss – Borlaug – Voss – Bergen (E16; Strecke führt vorbei an der Borgund-Stabkirche, durch den Lærdalstunnel/alternativ über das Fjell auf der alten Straße)

2) Hønefoss – Gol – Borlaug – ab dort wie 1) (Rv. 7 u. 52, E16)

3) bis Gol: dito – Geilo – Eidfjord – Bergen (Rv. 7 mit Fähre in Brimnes, über die Hardangervidda und längs Samlafjorden: nasjonal turistveg)

4) Drammen – Kongsberg – Geilo – ab dort wie 3) (E18, E 134, Rv. 40)

Autofahren in Norwegen

1) Allgemein:

  • Benötigte Papiere sind Führerschein und Fahrzeugschein; ein internationaler Führerschein wird nicht benötigt, und auch die grüne Versicherungskarte ist nicht vorgeschrieben.
  • Zur in Deutschland üblichen Pannenausrüstung (Verbandskasten, Warndreieck) kommt in Skandinavien verpflichtend eine Warnweste hinzu, deren Vorhandensein bei Verkehrskontrollen auch überprüft wird – am Besten im Fahrertürfach aufbewahren, um sie im Fall des Falles sofort überziehen zu können.
  • Abblendlicht beim Fahren ist rund um die Uhr Pflicht.
  • Tanken ist entlang der Hauptverkehrsstraßen (E6, E16, E18, E39) unproblematisch; generell ist in Südnorwegen bis Trondheim das Tanken in den meisten Ortschaften kein großes Problem, lediglich an der E6 über das Dovrefjell gibt es zwischen Dombås und Oppdal keine Tankstellen). An den Hauptstraßen sind Tankstellen oft 24 Std. geöffnet, an Nebenstrecken schließen sie jedoch oft über Nacht und sind z.T. sonntags geschlossen. Viele Tankstellen bieten die Möglichkeit der Kreditkartenzahlung direkt an der Zapfsäule (oft – aber nicht immer – mehrsprachige Menuführung) auch außerhalb der Öffnungszeiten. Die Kraftstoffpreise sind in Norwegen die höchsten Europas, deshalb lohnt es, vor der Einreise nach Norwegen in Dänemark oder Schweden vollzutanken. Im Ersatzkanister dürfen max. 10 Liter Kraftstoff mitgeführt werden.
  • Kraftstoffbezeichnungen:
Super bleifrei Blyfri 95 95 Oktan
Superplus bleifrei Blyfri 98 98 Oktan
Diesel Diesel
  • Achtung Dieselfahrer: Das oft an Tankstellen an gesonderten Zapfsäulen angebotene steuerfreie Dieselöl (afgiftsfri diesel) ist landwirtschaftlichen Fahrzeugen vorbehalten und darf ohne Berechtigung nicht getankt werden (Folge für uns: Tantalusqualen!!!).
  • Verkehrszeichen entsprechen im Wesentlichen den auch in Deutschland gebräuchlichen.
  • Zusatzschilder:
automatisk trafikkontroll - Radarkontrolle
bompenger - Mautgebühren
ferge - Fähre
ferist - Viehrost (heute meist elektrisch) auf der Fahrbahn
forbikjøring forbudt - Überholen verboten
gardstun - Durchfahrt durch ein Gehöft, Bauernhof; Hofausfahrt1)
gjennomkjøring forbudt - Durchfahrt verboten
havn - Hafen
jernebane - Eisenbahn
Kolonnekjøring - (im Winter) Kolonnenfahrt hinter Schneepflug
kjør sakte - langsam fahren
møteplass - Ausweichstelle bei Gegenverkehr auf engen Straßen
omkjøring - Umleitung
sentrum - Zentrum
snuplass - Wendeplatz
stasjon - Bahnhof, Busbahnhof
svake kanter - unbefestigter/ unbefahrbarer Fahrbahnrand
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen:
    • innerorts: 30-50 km/h2)
    • außerorts: 70-90 km/h3)
    • Autobahn: 90-100 km/h4)
  • Tempolimits unbedingt ernst nehmen! Sie werden sowohl stationär („Blitzen“) als auch mobil (Laserpistole) überraschend flächendeckend überwacht und die Bußgelder können empfindliche Löcher in Urlaubskassen reißen. Besonders gehäuft finden sich die „Starenkästen“ entlang der Hauptverkehrsstraßen (E6, E16, E18, E39), aber nicht nur dort!
  • Entsprechend sollte man die Fahrtdauer in Norwegen großzügig kalkulieren, Sicherheitspuffer einbauen und sich nicht auf Navi-Angaben usw. verlassen!
  • Die Promillegrenze liegt in Norwegen bei 0,2 Promille; Verstöße ziehen drakonische Strafen, i.d.R. verbunden mit sofortigem Führerscheinverlust nach sich.
  • Pannenhilfe ist mit entsprechendem deutschen Schutzbrief (ADAC, ACE, Versicherer) problemlos und wird im Regelfall vom norwegischen Automobilverband NAF bzw. dessen Vertragspartnern geleistet. Für den Fall des Falles die Mitgliedsnummer parat haben und die Auslandsservicenummer des eigenen Automobilklubs anrufen, der alles Weitere organisiert. So werden Sprachprobleme umgangen.
  • Informationen zu Straßensperrungen, Baustellen usw. erhält man unter der Telefonnummer 175 bei Vegtrafikksentralen oder im Internet unter Verkehrsinformationen. Bei Terminzwang (Schiffsabfahrt) unbedingt vorher prüfen, ob die gewählte Strecke von Bauarbeiten betroffen ist, die zu Verzögerungen führen und Zeitpuffer einplanen.
  • Mautgebühren (Refinanzierung von Verkehrsprojekten) werden entweder manuell oder automatisch kassiert, wobei letztere Variante immer verbreiteter wird (automatisk bomstasjon/ automatic toll plaza). Durch die vollautomatischen Mautstellen wird einfach hindurch gefahren. Dabei wird das Nummernschild fotografiert und einige Monate später bekommt man die Rechnung nach Hause geschickt (reine Mautgebühr, keine Zusatzkosten, Überweisung auf deutsches Girokonto) – manchmal kommt auch gar keine Post! Vorsicht: Auch bei manuellen (manuell) Mautstationen gibt es „Automatikspuren“, die sind aber Abokunden vorbehalten, und wer sie trotzdem durchfährt, wird als Mautpreller behandelt, was sehr teuer wird. Bei diesen Stationen unbedingt die Spuren kontant/ cash bzw. kort/ card (Kreditkarten) benutzen. Mautstationen im Zweifel immer langsam anfahren und sich über die vorhandenen Spuren orientieren. Oft finden sich auch auf Rastplätzen Infotafeln zur Bemautung der Strecken. Derzeit wird z.B. die E6 bis hinter Lillehammer als Autobahn ausgebaut – mit entsprechender Mautzunahme. Maut wird übrigens auch auf „Ausweichstrecken“ kassiert, meist aber reduzierte Sätze.
  • Aktuelle Karten sollten stets an Bord sein. Aufgrund der zahlreichen Ausbaumaßnahmen gerade in Südnorwegen ändern sich Straßenverläufe immer wieder. Ich selbst nutze Cappelens bil- org turistkart (in Deutschland als imprint bei Kümmerley & Frey erhältlich; fünf Karten, von denen hier die Nr. 1-3 relevant sind) und habe seit Kindertagen gute Erfahrungen damit gemacht. Die Alternative, Norges kartverk, unterscheidet sich qualitativ nicht, dass ich es nicht verwende, liegt daran, dass ich „Cappelen-sozialisiert“ bin. Auch beim Navi auf aktuelle Kartendaten achten; auf Strecke ist es eher unnötig, für das Finden bestimmter Orte in Städten hingegen sehr hilfreich.

2) Autofahren im Sommer

  • Insgesamt unproblematisch, dabei ist aber die lange Helligkeit zu berücksichtigen, die die Zeiteinschätzung erschwert – es tritt also durchaus die Gefahr aus, zu lange am Stück am Lenkrad zu sitzen…
  • Baustellen treten witterungsbedingt allerdings v.a. im Sommer auf, und das auch auf den Hauptverkehrsrouten; bei Termindruck deshalb im Vorwege die Verkehrsinformationen auf Verkehrsinformationen (s.o.) überprüfen.

Einschätzung: Wer Zeit hat, dem sei die Anreise per Auto wärmstens empfohlen, da man neben der Küste auch das Land kennenlernen und die An- bzw. Abreise zum Sightseeing abseits der HR-Häfen und –Ausflüge nutzen kann. Besonders die Strecke Oslo-Bergen ist reich an Sehenswürdigkeiten (z.B. Stabkirchen – darunter Borgund) tollen Straßenabschnitten (nasjonal turistveg Rv. 7, Lærdalstunnel bzw. alternative Passstraße, Route durch Numedalen) und Naturerlebnissen(Hardangervidda mit Vøringfossen, Hardangerfjord). Campingplätze (hytter) gibt es längs der Hauptstraßen reichlich, auch Hotels sind vorhanden. Im Zweifelsfall vorher reservieren. Allerdings fallen die Anreisekosten dann höher aus, als z.B. mit dem Flugzeug, da Autokosten, Fähren, Unterkunft, Verpflegung usw. berücksichtigt werden müssen. Ohne Zeit würde ich auch im Sommer eher abraten, da die Autofahrt ansonsten zu einer elenden Gurkerei voller Tantalusqualen wird, da man an den vielen attraktiven Orten vorbeifahren muss.

3) Autofahren im Winter

  • Wintereinbruch ist je nach Region ab Oktober möglich; in Höhenlagen ist bis in den Mai/Juni mit winterlichen Bedingungen zu rechnen.
  • Einige Straßen sind im Winter komplett für den Verkehr gesperrt, nicht jedoch die Hauptverkehrsstraßen.
  • Andere Straßen sind im Winter nachts gesperrt
  • Weitere Straßen dürfen im Winter nur in von Räumfahrzeugen geführten Kolonnen befahren werden (kolonnekjøring); unbedingt vorher über die geplanten Kolonnenzeiten informieren
Achtung: Die o.a. Sperrungen können – auch kurzfristig – ausgeweitet werden, das kann auch Hauptverkehrsadern wie die E6 Oslo-Trondheim über das Dovrefjell betreffen! Deshalb immer reichlich Reservezeit einplanen!
  • Winterreifenpflicht besteht generell von November bis März, Winterbereifung ist jedoch auch vorher bzw. nachher empfehlenswert. Spikereifen (in Deutschland verboten) sind von November bis März zulässig und Winterreifen überlegen. Schneeketten sollten mitgeführt werden, sind aber nur auf verschneiten Straßen nützlich, auf geräumten Straßen sind sie eher kontraproduktiv.
  • „Wintergefahren“ sind v.a. Batterieleistungsverlust bei extremer Kälte sowie Frostgefahr bei Flüssigkeiten (Kühler, Öl usw.). Die Wintertauglichkeit sollte vor Reiseantritt geprüft und hergestellt werden; dabei mit Ziel Hurtigruten berücksichtigen, dass der Wagen u.U. länger geparkt bleibt (z.B. in Bergen).
  • Beim Fahren immer auf „Winter“ eingestellt sein: Neben Sperrungen, kolonnekjøring usw. mit Sichtbehinderungen durch Schneefall, Schneefahnen hinter Gegenverkehr, Schneetreiben usw. eingestellt sein (kann bis zum totalen Sichtverlust gehen). Ebenfalls mit deutlich reduzierter Durchschnittsgeschwindigkeit kalkulieren und immer mit vereisten Fahrbahnen rechnen (v.a. bei leichtem Frost). Vor der Abfahrt Unterkunftsmöglichkeiten längs der Route recherchieren und prüfen, ob diese auch geöffnet sind.
  • Notfallausrüstung sollte immer an Bord des Autos sein: Warme Kleidung, Schlafsack, Thermosflaschen mit Kaffee oder Tee, Reiseproviant; Mobiltelefon nicht vergessen (Akku voll?) und im Zweifel Kontakte vereinbaren, falls doch einmal etwas passiert (Suchmaßnahmen).

Einschätzung: Ob im Winter eine Anreise zu Hurtigruten mit dem Auto sinnvoll ist, sei jedem selbst überlassen. Das Erlebnis des verschneiten Landes ist fraglos überwältigend, die Fahrerei jedoch anstrengend und von Unwägbarkeiten betroffen. Auch sind die meisten Sehenswürdigkeiten im Winter geschlossen oder nur sehr begrenzt geöffnet; Skiläufer könnten allerdings auf ihre Kosten kommen (Kombiurlaub Ski und HR). Dazu kommt u.U. die lange Standzeit während der HR-Reise (Batterie). Auf jeden Fall sollte ein reichlicher Zeitpuffer eingeplant werden, um nicht die sprichwörtliche Achterlaterne am Anleger zu sehen. Persönlich würde ich im Winter die Anreise mit Flugzeug oder Schiff vorziehen, wenn es HR sein soll und kein Winterurlaub auf Norwegens Straßen.

Zusatzinformationen

1) Traditionell führten in Norwegen die Straßen durch die Höfe; mancherorts ist das noch heute so.
2) je nach Ausschilderung
3) ohne gesonderte Ausschilderung gilt grundsätzlich 80 km/h; Abweichungen sind immer ausgeschildert
4) je nach Ausschilderung; einzelne Streckenabschnitte auch 110 km/h

anreise/auto.txt · Zuletzt geändert: 26.01.2013 06:01 (Externe Bearbeitung) | Ihre Anmerkungen |
Seite drucken
| ODT Export | PDF Export

Benutzer-Werkzeuge

Creative Commons Lizenzvertrag Sämtliche Beiträge und deren Anhänge im HurtigWiki sind unter einer CC-Lizenz lizenziert. Ausnahmen sind unter rechtliches:lizenz zu finden.
Creative Commons Lizenz BY-NC-SA 3.0 DE
Sämtliche Beiträge und deren Anhänge im HurtigWiki stehen unter einer
Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz (CC BY-NC-SA 3.0 DE).
Ausnahmen sind unter http://hurtigwiki.de/rechtliches/lizenz zu finden.