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orte:kristiansund

Kristiansund

Koordinaten: 63°06'53„ N, 07°44'13“ E | Karte

nordgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

südgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

HR-Infos

Der Hurtigrutenkai (Holmakaia) befindet sich zentral in der Stadtmitte, am Westteil der Stadt (Astrupgate 9 - 63°6'52.17„ N / 7°44'13.74“ E).
Tel: +47 40 00 65 04

Bis zum Flughafen beträgt die Entfernung etwa 7 km (63°6'51.07" N / 7°49'35.93" E).

Winter- + Frühlingsfahrplan:

Ankunft nordgehend: 22:45 Uhr
Abfahrt nordgehend: 23:00 Uhr
Aufenthaltsdauer: 15 Minuten
Ankunft südgehend: 16:30 Uhr
Abfahrt südgehend: 17:00 Uhr
Aufenthaltsdauer: 30 Minuten
Fahrtdauer nordgehend seit Molde 4 Stunden 15 Minuten 48 Seemeilen
Fahrtdauer nordgehend bis Trondheim 7 Stunden 91 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend seit Trondheim 6 Stunden 30 Minuten 91 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend bis Molde 4 Stunden 15 Minuten 48 Seemeilen

Sommer- + Herbstfahrplan:

Ankunft nordgehend: 1:45 Uhr
Abfahrt nordgehend: 2:00 Uhr
Aufenthaltsdauer: 15 Minuten
Ankunft südgehend: 16:30 Uhr
Abfahrt südgehend: 17:00 Uhr
Aufenthaltsdauer: 30 Minuten
Fahrtdauer nordgehend seit Molde 3 Stunden 30 Minuten 48 Seemeilen
Fahrtdauer nordgehend bis Trondheim 6 Stunden 30 Minuten 91 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend seit Trondheim 6 Stunden 30 Minuten 91 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend bis Molde 4 Stunden 15 Minuten 48 Seemeilen

Landausflug südgehend:

  • 11C - Malerische Atlantikstraße; Fahrt über die Atlantikstraße, sowie Stadtrundfahrten durch Kristiansund und Molde, 11.04. bis 10.09.2016, ca. 4 ½ h, € 144,- pro Person, Schwierigkeitsstufe 1;
  • 11E - Marmorbergwerk Bergtatt; Bustour zum Kalkstein- und Marmorbergwerk Bergtatt mit RIP-Bootstour auf einem illuminierten kristallklaren See, 15.09. bis 30.04., ca. 4 ½ h, € 185,- pro Person, Schwierigkeitsstufe 2;

(Durchführungszeiten [gelten vor Ort] und Preise = Stand 2017-2018)

Allgemeine Infos

Kristiansund ist eine Stadt in der Provinz Møre og Romsdal. Sie ist Verwaltungs- und Kommunikationszentrum der gleichnamigen Gemeinde. Kristiansund liegt auf 3 Inseln, die in der Lage zueinander einen geschützten, natürlichen Hafen bilden. Die Stadt hat 18.355 Einwohner (Stand 01.01.2016), die gleichnamige Gemeinde 24.526 Einwohner (Stand 01.01.2016).

Der Flughafen Kristiansund in Kvernberget bietet Linienflüge nach Oslo, Bergen, Stavanger und Trondheim an. Er besitzt außerdem Hubschrauberlandeplätze zur Versorgung der Ölplattformen in der Norwegischen See. Neben lokalen Buslinien ist Kristiansund durch Expressbusse mit verschiedenen Städten verbunden.
Über das Hafengebiet im Zentrum der Stadt verkehren kleinere Passagierfähren als Verbindung der Stadtteile miteinander. Außerdem sind die Inseln durch Brücken und den Atlantik-Unterwassertunnel miteinander verbunden, der gleichzeitig zur Nachbargemeinde Averøy und zur Atlantik-Straße führt.

Wichtige Erwerbszweige Kristiansunds sind traditionell die Fischverarbeitung, der Export von Trockenfisch sowie die Werftindustrie. Daneben ist die Stadt einer der großen Standorte der norwegischen Öl- und Gasindustrie geworden.
Nicht nur die jährlichen Opernfestspiele sowie das Bacalao-Festival, sondern auch zahlreiche Konzerte verleihen Kristiansund ein vielfältiges Kulturleben.

Webcams

Wichtige Adressen

(Vorwahl Norwegen 0047)
(Notrufnummern: Polizei 112, Feuerwehr 110, Krankenwagen 113, Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117)

Sehenswürdigkeiten

Hotels und Pensionen

Restaurants, Cafes und Fast Food

Pubs, Kneipen und Discotheken

Shopping

Banken

Autoverleih, Taxi und Bus

Sonstiges

Geschichtliches

1742 erhielt Kristiansund von König Christian VI. Stadt- und Handelsrechte und änderte seinen Namen. Der alte Name Fosna geht auf die Fosnakultur 8000 v. Chr. zurück. Auf der Insel Nordlandet fand man Spuren der Besiedelung aus der Jungsteinzeit von vor 10.000 Jahren. Es ist somit eines der am ältesten besiedelten Gebiete Norwegens.
Wie auch bei anderen Orten an der norwegischen Küste war auch für Kristiansund der geschützte, natürliche Hafen entscheidend für die Entwicklung des Ortes. Zuvor hatten die Fischgründe um die Inseln von Grip eine größere Bedeutung für die Schifffahrt. Im 17.Jahrhundert wuchs der Ort langsam heran. Für den holländischen Holzhandel gewann er an Bedeutung als Verladehafen. So richtete der Staat dafür eine Zollstation ein und erteilte neben der Anerkennung als Verladehafen auch einen begrenzten Handelsstatus.
Man sagt, Kristiansund sei „auf Klippfisch gebaut“. In der Tat hat die Herstellung von Trockenfisch hier eine lange Geschichte. Bereits im Mittelalter, beginnend im 12.Jahrhundert, wurde Trockenfisch aus Norwegen exportiert. Hauptproduktionsstätte in diesem Gebiet war das Örtchen Grip draußen im Atlantik. Der Grund waren die reichen Kabeljau-Vorkommen vor der Küste von Nordmøre. Die Kenntnisse für die Herstellung von Klippfisch brachte jedoch der Holländer Jan Ippe zum Ende des 17.Jahrhunderts. 1691 erhielt er vom König das Privileg für diese spezielle Art der Fischverarbeitung und den Export. Sein Betrieb wurde später von dem Schotten John Ramsay übernommen. Im 18.Jahrhundert entwickelte sich daraus ein wichtiger Wirtschaftszweig.
Nach Erhalt des Stadtstatuses 1742 entwickelte sich Kristiansund auch aufgrund des Fischhandels sehr schnell. 1776 begann man mit dem Bau einer großen Flotte. Es entstanden Werften und dazugehörige Zulieferbetriebe.
1808 wurde Kristiansund während der Napoleonischen Kriege von britischen Kriegsschiffen angegriffen. Diverse Häuser wurden beschädigt, der Angriff durch Kanonen aber abgewehrt. Der Wohlstand nahm zu und die Nachfrage nach Klippfisch wuchs so rasant, dass die Fischer vor der Nordmøre-Küste nicht mehr ausreichend für die Produktion liefern konnte. Mitte des 19.Jahrhunderts begann man Rohfisch aus der Finnmark und von den Lofoten dazuzukaufen. Ca. 1820 wurde außerdem auch Salzhering Exportprodukt. Ab den 1830er Jahren kamen sogar spanische Schiffe nach Kristiansund, um den begehrten Trockenfisch direkt bei den Händlern zu kaufen. Die Fischhändler wurden sehr reich und Kristiansund zum Ende des 19.Jahrhunderts zu einer sehr schönen Stadt.
Der allgemeine wirtschaftliche Niedergang am Ende des 1.Weltkrieges traf Kristiansund aufgrund seiner speziell auf den Fischfang ausgerichteten Erwerbsstruktur besonders hart. Erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges begann die Wirtschaft langsam wieder zu wachsen. Ein besonderer Streit entwickelte sich auch um die Namensgebung der Stadt. Erste Anstöße gab es bereits 1890. Nach dem 1. Weltkrieg jedoch entbrannte der Streit heftig. Der Name „Kristiansund“ stamme aus der dänischen Zeit. Man solle doch, genau wie in vielen anderen norwegischen Orten bereits geschehen, den alten Namen Fosna wieder annehmen. In einer Volksbefragung 1929 stimmten allerdings 99,1% der Bevölkerung für die Beibehaltung des Namens „Kristiansund“.
Am 28. April 1940 bombardierten deutsche Flugzeuge Kristiansund vermutlich in der Annahme, dass sich König und Regierung dort aufhielten. Der Angriff dauerte 4 Tage. Sie zerstörten 800 von 1.300 Gebäuden und somit große Teile der Stadt. Die meisten der Holzhäuser fielen dabei einem Inferno von tagelangen Bränden zum Opfer. Auf der Insel Nordlandet wurde der größte Teil der Bebauung zerstört. Nur die das Stadtbild mitprägende Kirche blieb verschont. Der Beschluss zu ihrem Bau wurde bereits 1873 gefasst, der Grundstein allerdings erst 1913 gelegt. Die Einweihung erfolgte 1914. Sie ist aus dem Gestein der Umgebung gebaut worden, wobei die einzelnen Steine komplett von Hand bearbeitet wurden. Die jetzige Orgel stammt aus dem Jahr 2000, wird aber durch die Originalfassade der ersten Orgel von 1914 verdeckt. Sie gehört zu den besten Orgeln norwegischer Orgelbauer.
Der Wiederaufbau Kristiansunds war genau wie anderenorts durch Funktionalität geprägt. Das Profil der alten Holzhäuserstadt war nun geprägt durch schnurgerade, breitere Straßen. Nur wenige alte Anwesen sind noch erhalten und denkmalgeschützt. Das Zentrum mit den meisten Geschäften, Behörden und öffentlichen Einrichtungen befindet sich auf der Insel Kirkelandet. Hier steht seit 1964 auch die Kirkelandet Kirke, die Hauptkirche Kristiansunds. Sie ist eine der ersten modernen Kirchenbauten Norwegens. Schon früher standen an dieser Stelle Kirchen. Die letzte Vorgängerin wurde ebenfalls bei dem Bombenangriff 1940 zerstört und brannte aus.
Im Zuge einer Gebietsreform 1964 wurden kleinere Gemeinden im Umfeld Kristiansund angegliedert, u.a. auch die kleine Gemeinde Grip weit draußen im Atlantik. Nach einem Referendum wurde 2008 auch die größte Insel Frei mit Kristiansund zusammengeführt.
Die Klipfischproduktion war lange Zeit der wichtigste Wirtschaftszweig Kristiansunds und hat die Stadt nicht nur in Norwegen, sondern in ganz Europa bekannt gemacht. Die Fischindustrie spielt auch heute noch eine große Rolle. Inzwischen jedoch hat sich Kristiansund auch zu einem Zentrum der Öl- und Gasförderung entwickelt.
Die Stadt hat ein vielfältiges Kulturleben. Die erste Norwegische Nationaloper wurde hier 1928 gegründet, mehr als 30 Jahre bevor in Oslo die Norwegische Oper eröffnet wurde. Jährlich im Februar findet ein großes Opern-Festival statt. Unter den zahlreichen Museen der Stadt sind wohl das Nordmøre-Museum und das ihm angegliederte Norwegische Stockfischmuseum die bekanntesten.
Jedes Jahr findet im Stockfischmuseum das sogenannte Bacalao-Festival statt, bei dem die besten Bacalao-Köche ihr Können präsentieren. Bacalao ist eine portugiesische Zubereitungsart des Stockfisches in verschiedenen Variationen. Die Rezepte wurden im 19.Jahrhundert von portugiesischen Stockfischhändlern mitgebracht und fanden großen Anklang. Bis heute ist Kristiansund für sein „Bacalao“ bekannt, wenngleich die Rezepte auch schon mal „norwegisch“ abgewandelt werden.

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orte/kristiansund.txt · Zuletzt geändert: 15.03.2017 19:05 von manfred | Ihre Anmerkungen |
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