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orte:rorvik

Rørvik

Rörvik Roervik Rorvik Koordinaten: 64°51'36″ N, 11°14'18″ E | Karte

nordgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

südgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

Rorvik Rörvik Roervik

HR-Infos

Rørvik ist seit Juli 1893 Anlaufhafen der Hurtigrute (DS VESTERAALEN)

Der Hurtigrutenkai befindet sich im Zentrum (Strandgata/Fjordgata - 64°51'38.16″ N / 11°14'22.08″ E).
Tel: 74 36 16 05

Rørvik lufthavn, Ryum, ist etwa 6,5 km (64°50'20.90" N / 11°8'42.27" E) vom Hurtigrutenkai entfernt.

Fahrplan:

Ankunft nordgehend: 22:15 Uhr
Abfahrt nordgehend: 22:30 Uhr
Aufenthaltsdauer: 15 Minuten
Ankunft südgehend: 21:00 Uhr
Abfahrt südgehend: 21:30 Uhr
Aufenthaltsdauer: 30 Minuten
Fahrtdauer nordgehend seit Trondheim 9 Stunden 125 Seemeilen
Fahrtdauer nordgehend bis Brønnøysund 3 Stunden 15 Minuten 46 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend seit Brønnøysund 3 Stunden 30 Minuten 46 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend bis Trondheim 9 Stunden 125 Seemeilen

Allgemeine Infos

Rørvik (3.129 Einwohner - Stand 01.01.2018) ist das Verwaltungszentrum der Gemeinde Vikna in der Provinz Trøndelag. Die Gemeinde Vikna hat 5.117 Einwohner - Stand 01.01.2018 bzw. 5.072 Einwohner - Stand 01.01.2019.

Traditionelle Erwerbszweige sind die Fischerei, die Landwirtschaft und jetzt auch die Aquakultur. Daneben betreibt der Telenor-Konzern eines seiner Kundenservice-Centre in Rørvik und macht den Ort damit zum Kommunikationszentrum für Trøndelag.

Über den Flughafen Rørvik in Ryum bestehen Verbindungen mit Trondheim und Namsos.

Außerdem gibt es Schnellbootverbindungen mit den Inseln und Nachbargemeinden.

Bevor Rørvik auf der Nordtour erreicht wird, wird Nærøysundbrua passiert. Mit diesem Bauwerk werden die Inseln Inner-Vikna - auf der sich Rørvik befindet - und Marøya verbunden. Die Hängebrücke ist 701 Meter lang und hat eine Hauptspannweite von 325 Metern sowie eine Durchfahrtshöhe von 41 Metern. Die beiden Brückentürme sind jeweils 80 Meter hoch. Der Brückenbau begann 1978; die Freigabe erfolgte am 06.11.1981.

Bekannt ist Rørvik für sein 2004 eröffnetes „Norveg-Zentrum für Küstenkultur“ und den alljährlich seit 1993 im Sommer stattfindenden „Hurtigruten-Tag“.

Im Rahmen der am 08.06.2017 vom Parlament beschlossenen Kommunalreform werden die bislang eigenständigen Kommunen Vikna (zur der Rørvik gehört) und Nærøy ab dem 01.01.2020 zur Kommune Nærøysund verschmolzen.

Webcams

Wichtige Adressen

(Vorwahl Norwegen 0047)
(Notrufnummern: Polizei 112, Feuerwehr 110, Krankenwagen 113, Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117)

Sehenswürdigkeiten

Hotels und Pensionen

  • Kysthotellet Rørvik - Storgata 20, Tel 74 36 66 00, FAX 74 36 66 01, www.kysthotellet.no, post@kysthotellet.no;
  • Vertshuset Barbro - Strandgt 26, Tel 74 39 00 88, B&B;
  • Rørvik Rorbuer - Fiskerihavna,Nyvegen 12, mob. 478 02 240, FAX 74 39 13 20, www.rorvikrorbuer.com;
  • Løvøen Gård Ans - Lauvøya, Tel 74 39 21 22, mob. FAX 74 39 21 78, mob. 97151668, www.lovoengard.net, kristin@lovoengard.net, Wohnungen;
  • Andvik Hønseri Og Hytteutleie - Lauvøya, Tel 74 39 05 58, mob. 976 73 458, www.andvika.com, mikal@andvika.com, Hütten;
  • Fjukstad Caravan og camping - Zentrum, Tel 74 39 39 27, FAX 74 39 68 46;
  • Nesset Camping - Gnr 1010 Bnr 25, Tel 74 39 06 60 ‎ ;
  • Kleiva Camping - Evenstad, mob. 901 90 516 / 975 70 299, www.kleivacamping.no, <kleiva.camping@ntebb.no >, ca. 8 km entfernt;

Restaurants, Cafes und Fast Food

  • Kysthotellet Rørvik - Storgata 20, Tel 74 36 66 00, FAX 74 36 66 01, www.kysthotellet.no, post@kysthotellet.no;
  • Ankeret Spiseri - Strandgata 8, Tel 4 39 03 53;
  • Løvøen Gård Ans - Lauvøya, Tel 74 39 21 22, mob. FAX 74 39 21 78, mob. 97151668, www.lovoengard.net, kristin@lovoengard.net;
  • Melisa Restaurant Yasar - Strandgata 26, Tel 74 36 15 01, mob. 415 81 750, FAX 74 36 75 00;
  • Vertshuset Fjellheim v/Tone Hellesø - Strandgata 26, Tel 74 39 00 88, mob. 476 06 617;
  • Baristen - Johan Bergs gate 10, Tel 74 39 22 10, FAX 74 39 24 51;
  • Rørvik Restaurant og Pizzeria, Musa Celep - Strandgata 26, Tel 74 36 15 01, mob. 908 10 879;
  • Napoli Pizzabar og Restaurant - Storgata 2, Tel 74 39 12 52, mob. 975 63 068;
  • Leia Kafe - Strandgata 13, mob. 907 12 350;

Pubs, Kneipen und Discotheken

  • Vertshuset Galeasen Pub, Galleri Og Café As - Strandgata 26, Tel 74 39 00 88, mob. 476 06 617, FAX 74 39 09 33;
  • Rederiet Pub & Bar - Strandgata 15, mob. 941 74 588, www.nb-no.facebook.com;

Shopping

Banken

Autoverleih, Taxi und Bus

  • Drosjer Vikna drosjesentral - Konrad Anzjøns Gate 2, Tel 74 39 13 00, Taxi;
  • Maxi Taxi V-860 Roar Ulsund - Skolegata 14, Tel 74 39 13 19;
  • Hellesø - Johan Bergs Gate 8, Tel 74 39 04 13, mob. 957 30 991, Taxi;
  • Thor-Åge Hasfjord - Dekkerhus, Tel 74 39 06 91, Taxi;
  • Trønderbilene - Omkjøringsvegen 15, mob. 479 13 000, Busunternehmen;
  • Hertz - Betzy Bergs gate 2 A, Tel 74 36 18 88, FAX 74 36 18 89, www.hertz.no;

Sonstiges

  • Løvøen Gård Ans - Lauvøya, Tel 74 39 21 22, mob. FAX 74 39 21 78, mob. 97151668, www.lovoengard.net, kristin@lovoengard.net, Angeltouren und Vogelbeobachtung;
  • Rørvikhallen - Idrettsveien 5, Tel 74 39 34 18, Schwimm- und Sporthalle;

Geschichtliches

Mitte des 19.Jahrhunderts war Rørvik nur eine kleine Ansammlung von wenigen Häusern. Aufgrund seiner zentralen Lage auf den Vikna-Inseln sowie der guten Hafenbedingungen am Schifffahrtsweg beschloss man, den Ort als Anlegeplatz für die Dampfschiffe im Nordlandverkehr zu nutzen.
1863 liefen die ersten Dampfschiffe Rørvik an und auf seiner ersten Reise im Juli 1893 auch das Hurtigrutenschiff DS VESTERAALEN. Zunächst lagen die Dampfschiffe im Sund, sodass Passagiere und Fracht mit Ruderbooten an Land gebracht werden mussten.

1878 errichteten Johan Berg (1839-1929) und Betzy Berg (1853-1925) „Berggården“ als Handelshaus (Fischereibedarf und diverse Verbrauchsgüter). Das Hauptgebäude war so gelegen, dass es für diejenigen sichtbar war, die auf dem Seeweg kamen. Nachdem der Handel im „Berggården“ eingestellt worden war, hatte das Gebäude verschiedene Funktionen in Rørvik inne, unter anderem als Doktorandenbüro.
1973 übernahm die Woxeng-Sammlung „Berggården“, um es für Museumszwecke zu nutzen. Seitdem ist das Haus in seiner ursprünglichen Form und Gestalt wiederhergestellt.
Paul Woxeng (Lokalhistoriker, 1883 – 1967) hatte 1919 mit der Sammlung von Kulturgütern begonnen und ein Privatmuseum errichtet. 1932 erhielt die Sammlung ein eigenes Museumsgebäude. 1970 erwarb die Gemeinde Vikna das Elternhaus von Woxeng und die Objektsammlung. 1975 führte die Gemeinde dann die Woxeng-Sammlung mit dem damaligen Küstenmuseum unter der Bezeichnung „Küstenmuseum in Nord-Trøndelag“ zusammen. Heute (2019) ist das Küstenmuseum eine Abteilung des „Museet Midt IKS“.
„Museet Midt IKS“ ist ein interkommunales Unternehmen, dass seit 2009 besteht. Der Grundstock für die Zusammenarbeit wurde 2004 durch die Kommunen Vikna, Namsos und dem Bezirk Nord-Trøndelag mit dem „Namdal Fylkesmuseum BA“ gebildet. 2009 erfolgte die Umbenennung in „Museet Midt IKS“. 2012 sind die Gemeinden Namsskogan, Lierne, Grong, Overhalla, Fosnes und Nærøy dem Museum beigetreten.

Rund um „Bergsgården“ entstand das heutige Rørvik. Es begann für den kleinen Ort eine rasante Entwicklung, die bis heute nachzuwirken scheint. 1950 wurden in Rørvik rund 860 Personen gezählt, 2017 waren es 3.100 Personen. Die Zahl der Geburten lag in den Jahren von 2010 bis 2018 über der der Todesfälle. Eine steigende Einwohnerzahl scheint sich fortzusetzen.

1876 bekam Rørvik eine Telegraphenstation, nachdem man vorher schon ein neues Postgebäude samt Wohnhaus für den Postmeister gebaut hatte. Bereits 1896 folgte der Anschluss ans Telefonnetz. Rørvik hatte sich zu einem zentralen Knotenpunkt in Nord-Trøndelag im Bezug auf Verkehr und Kommunikation entwickelt. 1936 wurde ein Küstenradiosender eingerichtet, der bis 1986 offiziell besetzt und 1989 geschlossen wurde. „Norsk Telemuseum Rørvik“ ist nun ein Teil vom „Museet Midt IKS“.

Anfänglich liefen die Schiffe der Hurtigrute Rørvik nur wöchentlich an. Aufgrund ihrer Frachtkapazitäten und Kühlmöglichkeiten wurden sie auch für die Fischereiwirtschaft im Gebiet um Rørvik immer wichtiger und legten deshalb später täglich im Hafen an. 1920 baute man endlich einen Kai für die Dampfschiffe, sodass Fracht und Passagiere nicht mehr ausgetendert werden mussten.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in der Bevölkerung der Wunsch nach einer eigenen Kirche. Am 27. Oktober 1896 weihte Bischof Johannes Skaar die errichtete Holzkirche mit 200 Sitzplätzen ein. Die Pläne für den Kirchenbau stammten von Ole Olsen Scheistrøen (16. August 1833 - 4. Februar 1921).
Im Zweiten Weltkrieg - 1. Mai 1940 - ereignete sich in Kirchennähe eine Bombendetonation, die Gebäudeschäden verursachte. Weil die finanziellen Mittel für eine Rekonstruktion fehlten, wurden die Schäden nur in zweckmäßiger Ausführung beseitigt. 1973 erfolgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten, die die Kirche wieder in den ursprünglichen baulichen Zustand versetzten. Im Mai 2000 wurde die Kirche als Kulturdenkmal registriert. 2006/2007 erfolgten erneut Restaurierungsarbeiten.
Am 18. Februar 2012 brannte die Kirche. Das Altarbild sowie liturgische Gegenstände konnten gerettet werden. Die Schäden waren aber so groß, dass das Kirchengebäude abgerissen werden (Juli 2018) musste. Die Planungen für einen Neubau zogen sich bis zum Sommer 2018 hin. Im Oktober 2018 begann der Neubau nach Plänen der in Trondheim beheimateten Büros Pir II AS und Hartmann. Die Fertigstellung ist für November 2019 geplant.

Der Untergang des Hurtigrutenschiffes MS SANCT SVITHUN wird auch immer im Zusammenhang mit der Geschichte Rørviks erzählt. Das Schiff war auf dem Weg nach Rørvik am 21.Oktober 1962 auf der Folda bei schlechtem Wetter auf Grund gelaufen und gesunken. Ein Navigationsfehler wurde zunächst als Unglücksursache vermutet. Die Tragödie nahm schließlich ihren Lauf, als bei den abgesetzten Hilferufen eine falsche Position übermittelt worden war. Unter den zur Hilfe eilenden Schiffen befand sich auch die südgehende MS RAGNVALD JARL. Sie legte bei Eintreffen der Notrufe sofort in Rørvik ab. Doch alles war umsonst. Die Schiffe fuhren zur gemeldeten Position bei Grinna Fyr, die havarierte MS SANCT SVITHUN befand sich aber nahe des Leuchtturmes NORDØYAN FYR, eine fatale Verwechselung. Von 89 Menschen an Bord verloren 41 ihr Leben. Es war bis zu diesem Zeitpunkt die größte Schiffstragödie Norwegens in Friedenszeiten. Eine endgültige Aufklärung der Umstände, die zu dieser Katastrophe führten, konnte nie erfolgen, da alle Mitglieder der diensthabenden Brückenbesatzung beim Untergang des Schiffes ums Leben gekommen waren. Am Leuchtturm NORDØYAN FYR wurde im August 2002 eine Gedenktafel für die Toten der MS SANCT SVITHUN enthüllt. Auf ihr sind alle Namen, Alter und Heimatorte vermerkt.

Am 16. Juni 2004 eröffnete König Harald V. und Königin Sonja von Norwegen das "Norveg-Küstenkulturzentrum", das sich nicht weit vom Hurtigrutenanleger befindet. Das Norveg-Küstenkulturzentrum, das Teil des „Museet Midt IKS“ ist, erzählt die Geschichte der norwegischen Küste, das Leben der Bewohner und die Entwicklung bis in die heutige Zeit über einen Zeitraum von 10.000 Jahren. Die spektakuläre Architektur des Gebäudes mit der Darstellung von drei Segeln in Verbindung mit einem modernen Schiff sowie die Ausstellungen erregen auch immer wieder internationale Aufmerksamkeit.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Norveg-Küstenkulturzentrum wurde ein Bürogebäude errichtet, „Søsterskipet“, Bauzeit: August 2002 bis Juni 2003, Hauptmieter: „Telenor“. Das Bürogebäude hat auch eine Schiffsform.
Beide Gebäude wurden von Gudmundur Jonsson geplant.

Die Granitstatue „Sjømannens hustru“ (Seemannsfrau) wurde am 8. Juni 1997 zum Gedenken an alle Seeleute und Fischer aus Vikna, die auf dem Meer ihr Leben verloren haben, enthüllt. Sie ist ein Geschenk von Walborg und Olav Sund und wurde von Harald Wårvik aus Trondheim geschaffen. Bedingt durch Bauarbeiten für ein neues Einkaufcenter wurde die Statue vom bisherigen Platz - Kjøpmannsgata - in die Nähe der Büste von Paul Woxeng zwischen Norveg-Küstenkulturzentrum und Søsterskipet versetzt.

Torleif Flosand, der 2003 den „Vika kommunes kulturpris“ erhielt, entwarf die 2006 enthüllte Büste Østrørvik Molo von Paul Woxeng.

Am 29. August 2014 wurde die Statue "Sjø-Sara" an der Südspitze des südlichen Teils der Småholman enthüllt. Die fast vier Meter hohe Bronzestatue auf einem drei Meter hohen Sockel wurde von Torleif Flosand ausgeführt und erinnert an Sara Olsdatter (1775 bis 1855) aus Gjæslingan (Seefahrerin, Fischerin, Seenotretterin).

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orte/rorvik.txt · Zuletzt geändert: 15.06.2019 12:40 von manfred | Ihre Anmerkungen |
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