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orte:trondheim

Trondheim

Koordinaten: 63°26'31„ N, 10°24'23“ E | Karte

nordgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

südgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

HR-Infos

Trondheim ist seit Juli 1893 Anlaufhafen der Hurtigrute und gleichzeitig Starthafen der ersten Hurtigrutenreise am 2.Juli 1893 (DS VESTERAALEN)

Der Hurtigrutenkai befindet sich zentral vor der Stadt am Pier I der Hafenanlagen (Pir I 5/7 - 63°26'33.03„ N / 10°24'24.83“ E).
Tel: 0047 820 48 000

Zum Hauptbahnhof geht man ca. 1,1 Km (63°26'10.40" N / 10°23'58.83" E).
Zum Flughafen, ca. 35 Km außerhalb der Stadt (63°27'9.60" N / 10°55'3.47" E), verkehrt bei Ankunft der Schiffe Hurtigruten-Transfer-Busse sowie der Flughafenbus.
Der Flughafen kann auch vom Hauptbahnhof per Bahn mit der Local Linie 26 - Steinkjer – Trondheim – Røros (Tonderbanen) – sowie der Linie Region 71 -Trondheim – Bodø – erreicht werden.

Winter- + Frühlingsfahrplan:

Ankunft nordgehend: 6:00 Uhr
Abfahrt nordgehend: 12:00 Uhr
Aufenthaltsdauer: 6 Stunden
Ankunft südgehend: 6:30 Uhr
Abfahrt südgehend: 10:00 Uhr
Aufenthaltsdauer: 3 Stunden 30 Minuten
Fahrtdauer nordgehend seit Kristiansund 7 Stunden 91 Seemeilen
Fahrtdauer nordgehend bis Rørvik 8 Stunden 45 Minuten 125 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend seit Rørvik 9 Stunden 125 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend bis Kristiansund 6 Stunden 30 Minuten 91 Seemeilen

Sommer- + Herbstfahrplan:

Ankunft nordgehend: 8:30 Uhr
Abfahrt nordgehend: 12:00 Uhr
Aufenthaltsdauer: 3 Stunden 30 Minuten
Ankunft südgehend: 6:30 Uhr
Abfahrt südgehend: 10:00 Uhr
Aufenthaltsdauer: 3 Stunden 30 Minuten
Fahrtdauer nordgehend seit Kristiansund 6 Stunden 30 Minuten 91 Seemeilen
Fahrtdauer nordgehend bis Rørvik 8 Stunden 45 Minuten 125 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend seit Rørvik 9 Stunden 125 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend bis Kristiansund 6 Stunden 30 Minuten 91 Seemeilen

Landausflüge nordgehend:

Landausflüge südgehend:

(Durchführungszeiten [gelten vor Ort] und Preise = Stand 2017-2018)

Allgemeine Infos

Trondheim ist nach Oslo und Bergen die drittgrößte Stadt Norwegens mit 177.617 Einwohnern(Stand 01.01.2016). Gegründet wurde die Stadt bereits im frühen Mittelalter und war ehemals Hauptstadt des Landes. Das heutige administrative Zentrum der gleichnamigen Kommune liegt in der Provinz Sør-Trøndelag. Die Erwerbszweige sind mit Industrie, Schiffbau, Handel und Dienstleistungen sehr vielschichtig.
Trondheim ist Verkehrsknotenpunkt im südlichen Mittelnorwegen. Der Flughafen wird aus den deutschsprachigen Ländern nicht direkt angeflogen, sondern via Oslo, Kopenhagen und Amsterdam. Es ist der viertgrößte Flughafen des Landes nach Oslo, Stavanger und Bergen. Es gibt zahlreiche Verbindungen ins In- und Ausland. Saisonal werden auch Flüge in den Mittelmeerraum angeboten. Der Flughafen hat auch eine direkte Anbindung an das nationale Eisenbahnnetz.
Trondheim ist Endpunkt der „Dovre-Bahn“ aus Oslo sowie der „Meråker-Bahn“ aus dem schwedischen Sundsvall. Bis voraussichtlich Ende 2017/Anfang 2018 ist eine durchgängige Zugfahrt nach Sundsvall nicht möglich. Trondheim ist Startpunkt für die „Nordland-Bahn“ nach Bodø.
Für den öffentlichen Nahverkehr stehen das städtische Busunternehmen und die private Straßenbahn zur Verfügung. Ein Schnellboot verkehrt zwischen Trondheim und Kristiansund. Daneben gibt es noch regelmäßigen Auto-Fährverkehr über den Trondheimfjord.
Trondheim ist einer der bedeutendsten Forschungs- und Bildungsstandorte Skandinaviens. In der Stadt leben ca. 30.000 Studenten. Die „Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens“, NTNU, ist die wichtigste Universität des Landes. Neben ihr gibt es noch verschiedene andere Hochschulen und Forschungsinstitute wie z.B. die SINTEF.
Trondheim unterhält 12 Städtepartnerschaften mit Städten in Europa und Übersee.

Webcams

Webcam-Sammlung: Trondheim

Wichtige Adressen

(Vorwahl Norwegen 0047)
(Notrufnummern: Polizei 112, Feuerwehr 110, Krankenwagen 113, Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117)

Sehenswürdigkeiten

Hotels und Pensionen

Restaurants, Cafes und Fast Food

Restaurants

International

Spezial (Steak, Fisch, Wild, Vegetarisch, usw.)

Cafés

Fastfood

Pubs, Kneipen und Discotheken

Shopping

Banken

Autoverleih, Taxi und Bus

Sonstiges

Geschichtliches

Trondheim (früherer Name Nidaros), die drittgrößte Stadt Norwegens, ist eine der ältesten Städte Skandinaviens. Gegründet wurde sie 997 n.Ch. von dem Wikingerkönig Olav Tryggvason. Der Sagaschreiber Snorre Sturlasson schrieb schon weit vor der Stadtgründung von einer Besiedelung des Gebietes um den Nidelva durch die Trønder. Belegt wurde das später auch durch archäologische Funde.
Trondheim hatte in der Wikingerzeit und durch die verschiedenen Abschnitte des Mittelalters eine sehr bewegte Geschichte. Olav Tryggvason war König von 995 - 1000 n.Chr., als er bei der „Schlacht von Svolder“ gegen den dänischen und schwedischen König fiel. Wo Svolder genau liegt, ist nicht belegt. Man vermutet es nahe der Insel Rügen oder am Øresund. Er hatte sich zum Christentum bekehren lassen und war damit von zentraler Bedeutung für die Christianisierung Norwegens.
Sein Nachfolger Olav II. Haraldsson (995 - 1030) sicherte sich zusätzlich die Königswürde in Südnorwegen, wurde somit Reichskönig und festigte Trondheim als Residenz.
1016 ließ er in der Nähe seines Königshofes eine Holzkirche bauen, St.Clemens. Nach und nach entwickelte er ein Rechtssystem in seinem Reich auf der Basis der christlichen Lehre und reiste viel durchs Land. Von den alten Häuptlingsgeschlechtern wurde die zunehmende Christianisierung allerdings heftig bekämpft, sodass Olav II. 1026 fliehen musste. 3 Jahre später kehrte er nach Trondheim zurück und fiel 1030 bei der Schlacht von Stiklestad. Bei der St.Clemenskirche baute man einen Schrein für seine Gebeine. Olav II. wurde heiliggesprochen. Pilger aus Norwegen und dem Ausland kamen nun hierher. Das Christentum hatte sich gegen der Widerstand der Häuptlingsfamilien durchgestzt. Über dem Schrein baute man 1031 eine Kapelle.
1070 entstand anstelle der Kapelle über dem St.Olav-Schrein die neue Kristkirche. 1052 wurde in Nidaros (Trondheim) ein norwegisches Erzbistum gegründet und 1080 wurde Trondheim Bischofssitz. Damit nahmen auch die Pilgerströme zu. Darum begann man 1150 die Kirche um ein Querschiff zu erweitern. Eystein Erlendsson aus Trøndelag war von 1161 bis 1188 der erste Erzbischof. Er trieb den Ausbau der Kirche massiv voran. Vollendet wurde der Kirchenbau 1320. Das Kirchenschiff war bis zum Ende des 19.Jahrhunderts der größte geschlossene Raum Norwegens.
Mit Gründung des Erzbistums in Trondheim entstand ein christlich-geistiges Zentrum für den gesamten Bereich des Europäischen Nordmeeres. Es reichte von Norwegen über die Färoer- und Shetlandinseln bis hinauf nach Island und Grönland. 1229 wurde Erzbischof Eystein heiliggesprochen. Eine erneute Anerkennung dieses Vorgangs erfolgte 2001 durch den Vatikan. Damit war er einer von vier norwegischen Heiligen.
Der Tod König Olavs II. brachte viel Unruhe über das Land. Das vereinigte Norwegen brauchte einen neuen König. Streit unter den potentiellen Thronerben führte zu vielen Kriegen. 1179 kam es schließlich zur entscheidenden Schlacht bei Kalvskinnet zwischen dem „amtierenden“ König Sverre Sigurdsson (1150-1202) und Erling Jarl Skakke. Nach seinem Sieg hatte König Sverre sein Reich erweitert und herrschte über größere Teile Norwegens als jeder seiner Vorgänger. Kvalskinnet ist heute ein Stadtteil Trondheims. Aufgrund dieser Schlacht entstand in den Jahren 1182-1183 auch Zion, Norwegens erste steinerne Burg. Sie ist heute Museum in Sverresborg.
Seit 1130 war Trondheim Norwegens erste Hauptstadt. Als König Håkon Håkonsson seinen Herrschersitz 1217 nach Bergen verlegte, verlor Trondheim damit auch den Status der Hauptstadt. Die bis dahin stetig wachsende Stadt kam in ihrer Entwicklung zum Stillstand. Dieser Zustand sollte 300 Jahre andauern. Es war aber auch die Zeit der ersten großen Brände:
1295 gingen Stadt und Sitz des Erzbeschofs in Flammen auf.
1328 erfasste ein erneuter Stadtbrand auch die erst 1320 fertiggestellte Kristkirche (Nidarosdom). Sie galt als schönstes Heiligtum Norwegens. Holzkonstruktion, Dach und das gesamte Inventar fielen den Flammen zum Opfer.
1432 Wieder vernichtete ein Brand große Teile der Stadt und beschädigte auch den restaurierten Nidarosdom.
1531 dann die endgültige Katastrophe. Ein nochmaliger, verheerender Stadtbrand bedeutete das vorläufige Ende des berühmten Kirchenbaus. Die inzwischen eingeleitete Reformation und der damit verbundene starke Rückgang der Kircheneinkünfte verhinderten einen Komplett- Wiederaufbau. Teile des Nidarosdomes waren für fast 400 Jahre nur noch Ruine.
Trondheims große Zeit war zu Ende, als der letzte katholische Erzbischof Olav Engelbrektsson bei Einführung der Reformation 1537 flüchten musste.
Von 1380-1814 befand sich Norwegen in einer Union mit Dänemark. Neben vielen anderen Konflikten zwischen der Union und Schweden kam es von 1563-1570 zum Siebenjährigen Krieg. Dabei wurde Trondheim 1564 zwei Monate vom schwedischen Heer belagert, bevor das Unionsheer die Schweden aus dem Land jagen konnte. Ein erneuter Krieg der beiden Feinde 1657-1658 konnten die Schweden für sich entscheiden. Danach musste Norwegen Anfang 1658 im „Frieden von Roskilde“ die Provinz Trøndelag an Schweden abtreten. Noch im Dezember desselben Jahres holten sich norwegische Truppen ihre Provinz zurück.
Nach einem weiteren großen Stadtbrand 1681 holte man General Johan Caspar de Cicignon aus Luxemburg nach Trondheim. Er wurde beauftragt den Wiederaufbau der Stadt im Sinne von Brandsicherheit, aber auch unter militärischen Gesichtspunkten zu planen. Trondheim bekam einen quadratischen Grundriss mit breiten Straßen im Zentrum. Auch die Kristiansten-Festung wurde im Zuge des Wiederaufbaus errichtet.
Doch weitere verheerende Stadtbrände folgten:
1708 brannte unter anderem auch der bereits 1531 bei einem Großbrand teilweise zerstörte Nidarosdom bis auf die Mauern nieder.
1719 schlug der Blitz in die gerade wieder aufgebaute Kirche ein und setzte sie erneut in Brand. Diesmal wurde der Dom einfacher aufgebaut. Die Mittelalter-Kapelle wurde zur Grabstelle für wohlhabende Bürger Trondheims.
Zwischen 1788 und 1842 kam es zu weiteren Großbränden in der Stadt. 1845 kam die Forderung auf, künftige Häuser nur noch aus Stein zu bauen. Das stieß zunächst auf Ablehnung, Trondheim sollte eine Holzhäuserstadt bleiben. Auch geschäftliche Interessen sprachen dagegen, wurde doch mit Holzhandel viel Geld verdient. Erst nachdem wieder ein Großfeuer 1899 weite Teile Trondheims in Asche legte, trat mit sofortiger Wirkung die Verordnung in Kraft, dass nur noch Steinhäuser gebaut werden dürfen. 1906 wurde aus dieser Verordnung ein Gesetz.
Einige wenige Holzhäuser-Bereiche Trondheims sind trotz der Flächenbrände seit Beginn des 18.Jahrhunderts erhalten geblieben. Neben Wohnungen für die Arbeiter errichtete man in der Zeit von 1760 und 1811 auch mehrere Prachtbauten. Dazu zählt der Stiftsgården aus dem Jahre 1778, eines der größten Holzhäuser Nordeuropas. Seit 1906 ist es das offizielle Domizil des Königs in Trondheim. Erhalten sind auch der Hornemannsgården (1780) und der Sommergården (1770er-Jahre) im Zentrum Trondheims.
Trondheim ist eine traditionelle Geschäfts- und Handelsstadt. Schon ab dem 14.Jahrhundert siedelten sich eine Ziegelei, Werften und Mühlenbetriebe an. 1843 wurde der erste Industriebetrieb eröffnet. Ab ca. 1842 kam es zu einem zügigen wirtschaftlichen Aufschwung. Kleine Handwerksbetriebe wurden industrialisiert, immer mehr Handels- und größere Industrieunternehmen siedelten sich an. Am 2. Juli 1893 startete Richard With in Trondheim mit der DS VESTERAALEN seine erste Reise auf der nun schon legendären „Hurtigrute“ zunächst bis Hammerfest. Wie auch im übrigen Europa dauerte diese Aufschwungphase bis zum Beginn des 1.Weltkrieges und endete mit dem Niedergang in der Zwischenkriegszeit. Nach dem 2. Weltkrieg begann erneut eine lange Aufschwungphase, die allerdings ab den 1980er Jahren auch durch starke Veränderungen gekennzeichnet war. Viele angestammte Wirtschaftszweige verschwanden und neue siedelten sich an.
Trondheim trägt in Norwegen den Beinamen „Technologiehauptstadt“. Bereits 1760 wurde die Königliche Norwegische Wissenschaftsgesellschaft (Det Kgl. Norske Videnskabers Selskab) gegründet. 1910 wurden die Studiengänge an „Norwegens Technischer Hochschule“ (NTH) aufgenommen. Nach und nach ließen sich immer mehr Hochschulen und Lehranstalten nieder. Dazu gehörte auch die Allgemeine Wissenschaftliche Hochschule (AVH). Durch den Zusammenschluss aller Institute und Fakultäten gründete sich 1996 „Norwegens Technisch-Naturwissenschaftliche Universität“ (NTNU), die zweitgrößte Universität des Landes.
Das wohl bekannteste Glied der NTNU auch außerhalb Norwegens ist das Forschungszentrum SINTEF (Stiftung für industrielle und technische Forschung). Es wurde bereits 1950 gegründet. Die SINTEF ist eine unabhängige Organisation für Auftragsforschung. Sie arbeitet auf den Gebieten Naturwissenschaften, Technologie, Medizin sowie Gesellschaftswissenschaften und ist die größte ihrer Art in Skandinavien.
Trotz aller Moderne und Zukunftsorientierung ist Trondheim nach wie vor die „Königsstadt“ Norwegens. Viele Könige des Mittelalters wurden hier begraben, auch wenn sie im Ausland gestorben waren. Der Nidarosdom wurde Krönungskirche auch für das amtierende Königspaar Harald V. und Sonja im Jahre 1991.

Das Gebiet um den Trondheim-Fjord hatte während des 2.Weltkrieges eine enorme strategische Bedeutung für die deutsche Besatzungsmacht. Von hier aus konnte die auch militärisch wichtige Nord-Süd-Verbindung an der norwegischen Küste unterbrochen werden. Außerdem bot der Trondheim-Fjord mit seinen Nebenarmen ideale Bedingungen für einen Flottenstützpunkt auch für große Überwasserschiffe. So errichteten die Deutschen mehrere Küstenbatterien im Fjordgebiet und bauten einen Flughafen auf der vorgelagerten Insel Ørlandet. Dieser erfüllte zugleich einen doppelten Zweck. Außer den Stationierungen von Kampf- und Aufklärungsflugzeugen gegen die Konvois nach Murmansk diente der Flugplatz auch Jagdflugzeugen zur Luftverteidigung der U-Boot-Basis Trondheim als Standort.
Dora 1 und Dora 2 wurden die U-Boot-Bunker der Basis in Trondheim genannt. Sie sollten Platz für 16 U-Boote gleichzeitig bieten. Von Trondheim aus operierten 55 U-Boote im Nordatlantik. Baubeginn für Dora 1 war im Mai 1941, weil die Kriegsmarine dringend Platz für Reparaturarbeiten brauchte und der Weg zu den Heimathäfen zu weit war. Der Bunker wurde im Juni 1943 der Kriegsmarine übergeben. Währenddessen hatte man schon 1942 mit dem Bau von Dora 2 begonnen. Er wurde nicht mehr fertiggestellt und blieb als Ruine stehen. Nach dem Krieg wurde die Sprengung der Bunkeranlagen in Erwägung gezogen. Dazu wäre jedoch eine so große Menge Sprengstoff notwendig gewesen, dass man unmittelbare Gefahren für die Stadt Trondheim befürchten musste. So blieben die Bunker stehen. Heute dient Dora 1 teilweise der Universität (NTNU) und dem Staatsarchiv als Lagerraum für ihre Dokumente. Dies hat sich aufgrund der klimatischen Bedingungen innerhalb des Bunkers sogar als sehr zweckmäßig erwiesen. Teile der Anlagen stehen heute unter Denkmalschutz.
Als Teil des großen Atlantikwalls von Spanien bis zum Nordkap sollte Trondheim eine maßgebliche Rolle spielen. Geplant war der Ausbau zu einem gigantischen Marinestützpunkt. Dazu sollte eine ganze Stadt mit hauptsächlich deutscher Bevölkerung entstehen: „Neu Drontheim“ auf dem Gebiet von Øysand etwa 15 Km von Trondheim entfernt. Man legte ein Kriegsgefangenenlager an und baute eine Landebahn. Erste Sprengungen und Bauarbeiten begannen 1943. Die neue Stadt sollte in mehr als 50.000 Wohnungen ca. 250.000 bis 300.000 Einwohner beherbergen. Der Verlust der „Tirpitz“ 1944 sowie der sich insgesamt anbahnende negative Kriegsverlauf für die Deutschen ließ das Bauvorhaben scheitern. Einzelne Betonfundamente kann man noch heute am Trondheimfjord stehen sehen.

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orte/trondheim.txt · Zuletzt geändert: 21.04.2017 09:50 von jobo | Ihre Anmerkungen |
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