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Tjøtta

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Tjøtta ist eine 11,3 qkm große, flache Insel in der südlichen Alstahaug-Gemeinde. Sie liegt ca. 40 km von Sandnessjøen entfernt am Ausgang des Vefsnfjorden südgehend auf der linken Seite des Schifffahrtsweges.

Tjøtta Kirke wurde 1851 aus Stein gebaut, nachdem die alte Holzkirche abgebrannt war. Die Einwohner leben überwiegend von der traditionellen Fischerei, der Landwirtschaft und heute auch vom Tourismus. Auf Tjøtta befindet sich außerdem eine Pflanzen-Forschungsstation, die Bioforsk Nord Tjøtta.

Tjøtta war noch 1862 eine selbständige Insel-Gemeinde. Während der nächsten 100 Jahre kam es immer wieder zu Gebietsregulierungen der benachbarten Gemeinden untereinander. Seit 1965 ist Tjøtta (214 Einwohner am 1. Januar 2017) Teil der Alstahaug-Gemeinde.

Auf Tjøtta gibt es seit 1970 zwei große Grabstätten. Zum einen handelt es sich dabei um die Ruhestätten der Toten der MS RIGEL-Katastrophe von 1944 (beschrieben im Geschichtsteil von Sandnessjøen hier im Wiki). Zum anderen wurde am 8.Juli 1953 der Tjøtta internasjonale Krigskirkegård eingeweiht. Der Plan für diese Gedenkstätte stammt von der Landschaftsarchitektin Karen Reistad (2. Februar 1900 - 24. Februar 1993). In einer Biographie - in norwegischer Sprache - ist auf den Seiten 123 bis 132 die Gedenkstätte Tjøtta beschrieben.

Hier ruhen neben Polen und Serben überwiegend sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter des 2. Weltkrieges, die in ganz Norwegen umgekommen oder ermordet wurden. In einer beispiellosen, in Norwegen bis heute, sehr umstrittenen Aktion “Operasjon Asfalt“ (Operation Asphalt) hatte man 1951 begonnen, die ca. 8.000 Toten vor Ort auszugraben und nach Tjøtta zu überführen. Dort ruhen sie in namenlosen Massengräbern. Zum 60. Jahrestag der Einweihung wurde 2013 angekündigt, dass neben dem bestehenden Mahnmal 2014 ein weiteres mit ermittelten Namen von ca. 4.600 Toten errichtet werden soll.
Arbeiten zur Instandsetzung und Restaurierung an den Gedenkstätten wurden im Oktober 2016 abgeschlossen.

Besiedelt war das Gebiet um Tjøtta und Dønna bereits in der Eisenzeit. Kaum ein anderer Ort in Nordnorwegen hat so viele historische Relikte, Hügelgräber und Monolithen auf engstem Raum aufzuweisen wie Tjøtta. Im Zentrum von Helgeland gelegen kann die Insel auf eine weitreichende Geschichte verweisen. Zeugen dafür sind u.a. Tjøttagodset, Überreste einer großen Farm im Süden der Insel und ehemals ein Machtzentrum der Wikinger. Beschrieben wird die Geschichte in der nordischen Mythologie (Snorre Edda).

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Tjøtta - sowjetische Kriegsgräber Tjøtta - sowjetische Kriegsgräber


strecke/bronnoysund-sandnessjoen/tjotta.txt · Zuletzt geändert: 06.01.2018 11:54 von manfred | Ihre Anmerkungen |
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