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ausfluege:11c-atlantikstrasse

11C: Kristiansund-Molde - Malerische Atlantikstrasse

Schwierigkeitsgrad = 1

Zeitraum

11. April - 10. September, Dauer 4 ½ Stunden

Preis

144,- € (2017/201(), Code: H-KSU11C

Beschreibung

Beschreibung von Capricornaj

Kaum angelegt in Kristiansund, einer der für mich schönst gelegenen Städte auf der Route, brechen wir zu unserem letzten Hurtigruten-Ausflug Atlantic Road (11C) auf, Nummer 13 auf unserer Reise !!! Diesmal in einer gemischt deutsch-italienischen Besetzung. Die Ansagen und Erläuterungen wechselten flott hin und her zwischen dem Deutschen und dem Italienischen – für uns mal eine andere Mischung. Zunächst geht es mit einer kleinen Stadtrundfahrt los. Leider habe ich nur einen zum Fotografieren eher ungünstigen Platz im Bus ergattert. Also wird mehr geschaut. Eine sehr schöne Stadt, da könnte man sich sicher mal ausführlicher umschauen.

Durch den gut 6 km langen Atlanterhavstunnelen geht es hinüber auf die Averøya. Zunächst auf Nebenstrecken entlang des Kvernesfjorden. Mehrmals sehen wir Rehe und riesige Hirsche entlang der Straße, aber ich bekomme leider keinen vor die Linse, zu schnell geht die Fahrt dahin.

Unser erstes Ziel, die zwei Kirchen von Kvernes kommen in Sicht, eine alte Stabkirche und ihre jüngere Nachfolgerin stehen einträchtig nebeneinander auf dem Hügelrücken. Die Stabkirche hat eine für Stabkirchen untypische eher „normale“ Bauart mit einem langgezogenen Kirchenschiff. Sie ist im Innern über und über bemalt, sehr schön. Wir erfahren, dass die Kirchen unmittelbar zu den Großbauerngehöften gehört haben und die Gemeinden im Wesentlichen auf den Bewohnern und Angestellten auf diesen Gehöften bestanden haben.

Auch die jüngere weißgestrichene Kirche ist innen sehenswert. In harmonischen Blau sind die Bänke, die Empore und die Orgel gehalten und bildet einen hübschen Kontrast zu den Holzfarben des restlichen Gebäudes, hell und freundlich sieht es aus.

Weiter geht die Fahrt entlang des Kvernesfjorden und Kornstadfjorden hinüber zum Ausgangspunkt der Atlanterhavsvegen (Atlantik-Panoramastraße). Landschaftlich eine sehr schöne Strecke. Zu empfehlen ist ein Sitzplatz auf der linken Seite des Busses, da diese bessere Ausblicke über die Fjorde und Sunde bietet. Vor der Fahrt auf der Panoramastraße kehrten wir zunächst im Restaurant Bjartmars Favorittkro ein, dessen Spezialität Baccalao ist. Wir ergattern einen kleinen Tisch im Obergeschoss am Fenster mit Blick hinaus auf die Schären. Zunächst erhalten wir eine recht kleine Schüssel mit dem Eintopf aus Klippfisch, Kartoffeln, Tomaten und Oliven aus Portugal, dessen Basis bereits seit Jahrhunderten der norwegische Klippfisch ist. Ist zwar etwas salzig, da der Klippfisch damit beim Trocknen zusätzlich konserviert wird, schmeckt aber sehr lecker. Schnell hatten wir unsere kleine Schüssel geleert. Offensichtlich wollte man uns nur testen, denn als die Bedienung sah, dass wir schon nichts mehr hatten, fragte sie, ob sie uns noch einen Nachschlag bringen dürfe. Dagegen hatten wir nichts einzuwenden, allerdings kam sie jetzt mit einer großen Schüssel. Das war jetzt eigentlich viel zu viel, aber wohlerzogen wie wir sind haben wir auch das alles aufgegessen. Zum Nachtisch noch ein Creme Brulee. Noch ein paar Schritte um das Haus , um den Ausblick auf den Sund und die Schären im abendlichen Licht zu erhaschen. Die Sonne hat sich leider hinter Wolken versteckt. Es nieselt ab und zu ganz leicht.

Nächster Stopp war die abenteuerlich geschwungene Storseisundbrua. Zum Fotografieren und zwecks eines besseren Überblicks hinauf auf den Hügel und das beste Motiv suchen. Es wurde bereits etwas dämmerig, was das Fotografieren gar nicht einfach machte.
Nun ging es erst einmal über die Panoramastraße, Länge ca. 8 Kilometer. Diese war zwar eindrucksvoll aber doch vergleichsweise kurz. Das im Zusammenhang mit dieser Tour gezeigte Bild der Storseisundbrua führt zu einer höheren Erwartungshaltung. Die folgende Überlandstrecke nach Molde ist landschaftlich sehr reizvoll, allerdings fing es an immer stärker zu regnen. Weiter ging es dann über Land Richtung Molde, sicher eine tolle Landschaft, aber wegen des immer mehr zunehmenden Regens war leider nicht viel zu sehen durch die nassen Fensterscheiben. In Molde hörte es dann wenigstens auf zu regnen. Unser Schiff war bereits da und auch das Schwesterschiff Polarlys lag bereits am Kai. Jetzt brauchten wieder einmal dringend einen Kaffee, aber beim Auslaufen standen wir schon wieder an Deck kurz vor 10 Uhr.

Fazit: Der Ausflug lohnt sich insbesondere wegen des Besuchs der Kirchen von Kvernes. Die Erwartungshaltung an den Atlanterhavsvegen, also die Panoramastraße, konnte nicht erfüllt werden. Und das lag sicher nicht nur am mäßigen Wetter. Der Baccalao war es aber auf jeden Fall wert. Die weitere Fahrt nach Molde zieht sich etwas.

Beschreibung von Hutzelweible

Wir stiegen also in den Bus, wo uns ein junger Bursche alles Nötige über die Stadt, die Umgebung, das Land, die Geschichte…..erzählte. Faszinierende Aus- und Einblicke in eine Landschaft, die von der Küste aus nicht unbedingt so zu sehen ist.
Erster Halt war an der Stabkirche in Kvernes. Sehr schön, so einfach und doch genial erbaut und bemalt. Jede Familie hatte früher ihre eigene Kirchenbank – das kennen wir ja von uns auch – die mit einer kleinen Holztür verschlossen ist. Leider waren Gerüste aufgebaut, denn 2 junge Frauen seien gerade dabei, die ursprünglichen Wandmalereien so gut es geht zu restaurieren. Den Judaskuss kann man ganz gut erkennen.

Weiter geht die Fahrt zum Restaurant „Bjartmars Favorittkro“, dort bekommen wir unser Abendessen: Bacalao mit Brot. Ein einfaches Gericht, schmeckt gut: gekochte Kartoffeln mit gesalzenem Klippfisch in Tomaten-/Paprikasoße, aber es reißt einen nicht gerade vom Hocker. Gleichzeitig war dort eine Hochzeitsgesellschaft, beim Anblick der Braut mit ihrem schulterfreien Kleid bekam ich richtig Gänsehaut. Einige Gäste durfte ich nach Anfragen fotografieren und sie erklärten mir, dass diese Trachten für diese Gegend typisch seien. Interessant auch das Brautauto: nicht wie bei uns ein großes Blumenbouquet, nein, 2 breite weiße Bänder von den Seitenspiegeln über die Motorhaube und vorne an der Stoßstange festgemacht. Hinter dem Nummernschild waren 2-3 grüne Zweige gesteckt und 2 norwegische Fähnchen.
Habt ihr in Deutschland mal ein Brautauto mit Deutschlandfahne gesehen? Ich nicht. Das gibt es doch sicher nur hauptsächlich bei Fußballbegeisterten in ähnlicher Weise. Aber die Norweger sind stolz darauf, Norweger zu sein und zeigen es auch. Fast in jedem Garten, an jedem Haus steht ein Fahnenmast, an dem die norwegische Fahne weht! Das gefällt mir. Soll ich euch etwas verraten? Ich habe mir auch eine norwegische und die samische Flagge gekauft!

Doch zurück zum Restaurant. Nach einer Tasse Kaffee ging die Fahrt weiter über diese 8 Brücken. Diese geschwungene Størseindbrücke in natura zu sehen, ist schon beeindruckend. Dahinter konnten wir in der Ferne eine Wolkenwand ausmachen, die sich an einem Felsmassiv festhakte, an dem wir später noch vorbeikommen sollten. Doch jetzt schien uns die Sonne, die Angler warfen ihre Angeln von der Brücke aus ins Wasser und wir fuhren auf diese graue Wolkenwand zu. Dort war es so schwarz, man konnte fast meinen, die Welt ging unter. Doch wir bekamen außer ein paar Tropfen keinen Regen ab. Nur der Wind rüttelte heftig am Bus als wir in Richtung Molde fuhren.

Dort erwartete uns vor einem gewaltigen Bergpanorama ein nicht minder beeindruckendes Bild am Hafen: ein riesiger „Parkplatz“ für Segelboote, Motojachten, Schiffe aller Arten. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt stiegen wir im Hafen wieder aus und enterten unsere MS Lofoten.

Bilder

Ausflug Atlantikstraße Ausflug Atlantikstraße Ausflug Atlantikstraße Ausflug Atlantikstraße Ausflug Atlantikstraße Ausflug Atlantikstraße Ausflug Atlantikstraße Ausflug Atlantikstraße Storseisundet Brücke Kvernes Stabkirche Kvernes Stabkirche


ausfluege/11c-atlantikstrasse.txt · Zuletzt geändert: 09.02.2017 13:37 von jobo | Ihre Anmerkungen |
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