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ausfluege:7f-hundeschlittenfahrt

7F: Kirkenes - Hundeschlittentour

Schwierigkeitsgrad = 3, Mindestteilnehmerzahl: 8 maximal 48

Zeitraum

1. Dezember - 30. April, Dauer 3 Stunden

Preis

259,- € (2020), Code: HR-KKN7F

Preisentwicklung der letzten Jahre:

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
125 € 125 € 131 € 144 € 156 € 181 € 186 € 211 € 231 € 249 €

Beschreibung

Beschreibung von der Hurtigrutenseite (©Hurtigruten):

Sie starten mit einer kurzen Fahrt zum Camp. Hier werden Sie mit warmer Outdoor-Kleidung ausgestattet: Schnee-Overalls, Schuhe, Handschuhe und Mützen werden bereitgestellt. Dann ist es Zeit, die Hunde zu treffen. Die Huskys werden an Ihren Schlitten angeschirrt und können es kaum erwarten, Sie durch die vereiste Landschaft zu ziehen. Jeder Schlitten ist mit einem eigenen „Musher“ (Führer) unterwegs. Viele dieser „Musher“ sind extrem erfahren, Sie können sich also zurücklehnen und die Fahrt genießen. Die Strecke führt uns durch Landschaften aus zugefrorenen Seen, durch Wälder und schneebedeckte Hochebenen – wir kommen also der arktischen Wildnis sehr nahe. Mit etwas Glück zeigt sich das magische Nordlicht während der dunklen Zeit. Wenn die Sonne zurückkehrt, wird das Klima milder und die Tage wieder länger. Nach der Tour versammeln wir uns am Lagerfeuer für ein heißes Getränk. Während der Tour besuchen wir auch den Arctic Ice Dome.

Beschreibung von Gaston (Februar 2020)

7F, die Husky Review!
Meine Frau war vor Jahren selber Musherin und wir hatten zu Hause 9 Malamut Hunde, die einen 1-Mann oder Frau Schlitten zogen. Daher erlaube ich mir ein objektives Urteil über die Hundehaltung und den heutigen Arbeitstag der Hunde abzugeben. Das wichtigste zuerst: es ist tatsächlich OK und man kann ruhigen Gewissens diese Tour buchen. Sie mag teuer erscheinen, ist die Erfahrung allerdings wert. Es werden öfters Touren angeboten mit reißerischer Aufmachung, wie – Husky Abenteur – Königskrabben Abenteuer usw. Dabei werden Sie weder von wilden Huskies durch die Taiga gejagt noch werden Sie bei DMAX TV bei der Krabbenjagd geflmt. Es heisst nur so, ist also eher eine «Erfahrung». Und das ist es auch.
Sie kommen vom Schiff in den Bus und nach 15-minütiger Fahrt sind sie an Ort und Stelle. Der Bus muss wegen der Straßenverhältnisse unmittelbar an der russischen Grenze wenden. Wenn Sie also scharf auf ein Foto sind und nicht Tante Ernas dicke Nase und Onkel Hartmut seine Schirmmütze auf dem Foto haben wollen, dann setzten Sie sich auf die rechte Seite in Fahrtrichtung. Dann gelingt das Bild!
Man wird Ihnen Kleidung sowie Handschuhe und Schuhwerk anbieten. Auch Mützen. Ihre Entscheidung: wollen Sie sich kratzen oder Kleider waschen? Ich tendiere dazu anzunehmen, dass immer, wirklich immer einer von hundert Läuse hat! Sind Sie Nummer 98 oder doch schon 101? Wie gesagt, Ihre Entscheidung! Nehmen Sie jedoch auf jeden Fall das Angebot von dem Schneeanzug wahr. Die Hunde werden Sie nämlich mögen und Sie bespringen (tut mir leid, das heißt nun mal so, muss aber nicht unbedingt heißen, das Sie sich nachher schämen müssen). Die Fahrt ist schön, wenn man den Hintermann/frau oder den Vordermann/frau auch mag. Sie sitzen zu viert auf dem Schlitten. Die Fahrt dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten und führt durch einen vorgegebenen Trail. Landschaftlich schön und gut geführt. Die Musher sind auskunftsfreudig und zumeist junge Menschen. Es gibt eine Art von Rahmenprogramm damit man nicht ewig im Schnee steht und friert. Eine wahre Eiskapelle ist erbaut, die kann man besichtigen. Es gibt einen heißen Tee nach der Schlittenfahrt und man kann in den Hundebereich, wo man die Hunde herzen und streicheln kann. Gut organisiert und erfreulich. Kleiner Tipp am Rande: Wenn Sie der Englischen Sprache nicht mächtig sind, dann organisieren Sie sich vielleicht vorab. Die Gruppen sind per vier Leute pro Schlitten eingeteilt. Es wäre günstig wenn einer Englisch verstehen könnte. So haben alle was davon!

B- Moll
Auf der Fahrt dorthin wird im Bus etwas über Kirkenes und seine Vergangenheit erzählt. Dabei scheint das Hauptereignis der Einmarsch der Wehrmacht, das Unternehmen Barbarossa und die fast totale Zerstörung von Kirkenes zu sein. Stichwort Verbrannte Erde! Wem dies nun beschämt aufstößt, sei gesagt: Tja war halt so! Doch wenn Sie kein Englisch verstehen sollten, dann bekommen Sie dies ohnehin nicht mit! Erklären Sie ggf Ihren Enkeln, dass das Unternehmen Barbarossa keine Webadresse hat und heute Gott sei Dank nicht mehr rekrutiert!

Beschreibung von Noschwefi (Dezember 2019)

Wir gehen am 31.12.2019 vom Schiff und halten auf die dort stehenden Busse zu. Wir werden in die zweite Reihe verwiesen, wo wir einen Bus mit dem Schild „Husky-Tour“ sehen und besteigen.
Der Fahrer kontrolliert nach einiger Zeit die Anzahl der Anwesenden und fährt dann los in Richtung russische Grenze. Wir fahren zur allgemeinen Verwunderung sogar vor bis zum Grenzzaun. Dort befindet sich ein Wendehammer, den der Busfahrer nutzt und wieder zurück in Richtung Kirkenes fährt. Kurz nach dem Abzweig der Straße nach Grense Jakobselv hält der Bus allerdings an und biegt rückwärts in eine Zufahrt ein, die im 45-Grad-Winkel bergauf zu einer Reihe von Häusern führt. Die Fahrt hat rund 30 Minuten gedauert.
Dort stehen bereits 3 junge Leute, die auf uns warten. Eine junge Frau besteigt den Bus, begrüßt uns und geht durch den Bus, um laminierte Zettel an alle 17 Teilnehmer zu verteilen. Die beiden Ziffern darauf weisen die Gruppe sowie den Schlitten zu. Vor dem Verteilen wird allerdings noch gefragt, wer zusammen gehört.
Anschließend sollen alle aussteigen. die Gruppen 1 und 2 gehen direkt weiter zum Umziehen, die Gruppe 3 bleibt erst einmal am Bus stehen.
Göga und ich haben beide 3.1 erhalten. Wir werden in unserer 5er-Gruppe von einem Guide zu einem Schneeiglu geführt, in dem wir uns umschauen dürfen. Am Eingang gibt es neben dem Emblem „Hurtigruten Barents“ eine Eisbar mit Plastik-Sektgläsern (leer), im weiteren Verlauf sehen wir 2 Skulpturen und einige Wandverzierungen, 2 davon mit Bank und Rentierfell, so dass man dort Erinnerungsfotos machen kann.
Nach knapp 10 Minuten werden wir wieder hinaus gebeten und ein Gebäude weiter geleitet. Dort können wir uns umziehen. Es werden dicke gefütterte Overalls, Stiefel, Handschuhe und Mützen ausgeteilt, alle Kleidungsstücke sind picobello in Schuss und riechen nicht gebraucht. Jeder kann selber entscheiden, ob man die gestellten Ausrüstungsgegenstände anzieht. Aufgrund der Verschmutzungsgefahr durch die Hunde wird uns dies aber nahegelegt.
Dick verpackt begeben wir uns wieder nach draußen und werden auf den Anhänger eines Schneescooters verfrachtet. Mit diesem fahren wir rund 2 Minuten durch die Ferienhaussiedlung und dürfen direkt bei den Husky-Käfigen absteigen. Hier haben wir rund eine Viertelstunde Zeit, uns die Hunde anzuschauen, auch streicheln und schmusen ist erlaubt. Wir können aber auch Fragen stellen zu den Hunden oder zum Leben hier im Norden.
Dann ertönt jenseits eines großen Zauns lautes Gebell, und wir werden aufgefordert uns zu diesem Zaun zu begeben. Ein Tor wird geöffnet, und wir werden „unserem“ Schlitten zugewiesen. Da wir zu zweit sind, erhalten wir noch einen Musher als Zusatzgast. Wir sind etwas überrascht, aber uns wird erzählt, dass der Schlitten sonst zu leicht für die 10 Hunde wäre. Göga und ich sitzen bereits, auch unsere Füße sind bereits angeschnallt (damit wir nicht versehentlich unter die Kufe kommen oder am Wegrand irgendwo hängen bleiben). Da unser Zusatzgast nach hinten kommt, beginnt das Ganze von vorn. Der andere Schlitten ist nun ebenfalls startbereit, und es geht los. Kaum wird der Anker entfernt, schießt der Schlitten nach vorne, immer dem anderen hinterher. Wir genießen die Fahrt, während uns unsere Musherin erzählt, dass sie gerade den zweiten Tag hier arbeitet, aber die Hunde wüssten ja schließlich wo es lang geht. Wir nehmen ihr das nicht wirklich ab, und so rückt sie auch schnell mit der Wahrheit heraus dass sie bereits seit mehreren Jahren mit den Hunden arbeitet.
Nach einigen Minuten bleibt der erste Schlitten stehen, unserer schafft das erst nach mehreren Versuchen. Unsere Musherin macht ein paar Erinnerungsfotos von uns auf dem Schlitten, von den Hunden und der tollen Lichtstimmung. Dann geht es auch schon weiter, außer dem Hecheln der Hunde und dem Geräusch der Kufen auf dem Schnee ist nichts zu hören.
Nach insgesamt 11 Minuten (inklusive Pause) ist die Fahrt leider auch schon vorbei und es heißt absteigen.
Wir verabschieden uns von den Hunden und werden zu einem kleinen Unterstand etwas oberhalb der Anlage geführt. Dort erhalten wir heißen Saft und uns wird etwas über die Züchtung der Schlittenhunde erzählt (die wenigsten davon sind wirklich Huskies). Für die Atmosphäre brennt ein Lagerfeuer mit einem (leeren) Teekessel und einigen Holzscheiten daneben. Wir werden gefragt, ob wir ein paar Welpen streicheln wollen, und diese werden reihum geknuddelt.
Wir fragen danach, warum die eigentliche Hundeschlittenfahrt nicht länger dauert. Uns wird erklärt, dass die Strecke nach den schlechtest möglichen Verkehrsverhältnissen auf der Straße und den miserabelsten Schneeverhältnissen auf der Strecke bemessen worden ist, schließlich sollten alle Passagiere vor der Abfahrt des Schiffs wieder am Hafen sein.

Nach einigen Minuten müssen wir uns auch hier wieder verabschieden und wir gehen zurück zum Schneescooter, der uns wieder zurück zum Umkleideraum bringt.
Gegen 11:45 Uhr sitzen wir wieder im Bus, der uns beinahe die gleiche Strecke zurück zum Hafen bringt, in Kirkenes selber fahren wir einen Schlenker durch die Stadt.
Um 12:15 Uhr sind wir nach 2 ½ Stunden wieder zurück an Bord.

Fazit des Ausflugs:
Der Ausflug war sehr interessant. Der Höhepunkt – die Hundeschlittenfahrt – war definitiv zu kurz, aufgrund der tollen Lichtstimmungen aber ein Erlebnis. Dass wir zu dritt auf einem Schlitten gesessen haben, habe ich an Position zwei nicht unbedingt als negativ empfunden, schließlich hatte ich nun eine weiche Lehne. Wenn an Position 3 allerdings auch jemand gesessen hätte, der Fotos machen möchte, hätte das wohl anders ausgesehen. Ich könnte mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ich dort zufrieden gewesen wäre.
Die Fahrtdauer hat sich von rund 35 auf 11 Minuten reduziert.
Wir hatten viel Zeit mit den Hunden und um die Lichtstimmungen zu genießen, auch die Erklärungen waren sehr umfangreich. Dieser Teil des Ausflugs war deutlich länger als bei der „alten“ Version. Wenn man das echte Eishotel nicht kennt, ist der gebotene Ersatz akzeptabel; andernfalls eine Enttäuschung.
So wie wir den Ausflug erlebt haben (nicht an letzter Stelle auf dem Schlitten und optimales Wetter) empfanden wir den Preis als grenzwertig. Da man dies aber nicht im Vorfeld weiß, muss diese Einschätzung jeder für sich treffen. Für wen dies eine einmalige Gelegenheit ist, eine Hundeschlittentour zu machen, wird die Grenze sicher höher ansetzen als Wiederholungstäter.
Wer kein Englisch versteht, wird ebenfalls deutlich weniger vom Ausflug haben, da zumindest bei unserem Ausflug keine Alternativsprache angeboten wurde.

Beschreibung von Laminaria (März 2019)

Wir haben den Huskyausflug gebucht, weshalb wir uns nun extra warm anziehen. Der Bus ist voll besetzt und wir steigen fast als Letzte ein. Auf den Plätzen liegen Nummern von 1-3, die unsere Gruppeneinteilung festlegen. Wir Lümmel von der letzten Bank sind also in der letzten Gruppe und werden daher nicht sofort die Hundeschlittentour machen.

An Ort und Stelle empfängt uns der örtliche Guide, eine Angestellte des Schneehotels, die aus Neuseeland stammt. Die erste Gruppe geht gleich zu den Huskies, die zweite Gruppe geht eingezäunte Rentiere gucken und wir dürfen zuerst das Eishotel besichtigen. 20 Minuten Zeit bekommen wir dafür.

In einem Anbau geht es erst eine Treppe hinunter und dann durch eine blaue Tür. Dahinter beginnt der Bereich aus gepresstem Schnee. Wir stehen nun in einem Gang, von dem die einzelnen Zimmer abgehen. Diese können durch kurze, dunkelblaue Vorhänge mit weißen Sternchen vor Blicken geschützt werden. Wir dürfen alle Zimmer betreten und staunen über die Vielfalt der Schneereliefs, die in jedem Raum an einer Wand – meist über dem Kopfende – herausgearbeitet sind. Jeder Raum ist in ein gedämpftes, farbiges Licht getaucht. Ich frage mich einmal, wo das Zimmer eigentlich endet, und taste zur Seite. Die Wand ist rund, d.h. Es handelt sich also um halbkugelige Räume.

Zuletzt kommen wir an der Rezeption und der Eisbar vorbei. Hier steht gerade die Gruppe bei einem Drink beisammen, die nur die Hotelbesichtigung gebucht hat.

Wir gehen hinaus und dürfen nun drei Rentiere anschauen und mit Flechten füttern. Ein weißes Tier mit abgebrochenem Geweih, ein Junges und ein normales Rentier kommen bereitwillig an den Zaun. Für jemanden, der noch nie Rentiere gesehen hat, ist das sicher ein positives Erlebnis.

Schließlich ist auch unsere Gruppe an der Reihe zu den Hunden zu gehen. In einem Umkleideraum werden Overalls, Decken, dicke Handschuhe und Balaclavas (Sturmhauben) zur Verfügung gestellt – letztere gewaschen und zur einmaligen Benutzung bestimmt. Wir sind schon selbst sehr dick angezogen und nehmen nur eine Decke mit. Bis die Schlitten von der zweiten Tour zurückkommen, dürfen wir die an ihren Boxen angeleinten Hunde streicheln, die für ein paar Schmuseeinheiten sehr empfänglich sind.

Für die zurückkehrenden Gespanne stehen Wassernäpfe bereit. Nach einer kurzen Rast sind sie wieder zum Laufen bereit. Wir sausen zunächst über holprige Wege und wundern uns über rote Verkehrzeichen, die an den Bäumen angebracht sind. Der Sinn erschließt sich uns sofort, als wir einer Gruppe von Snowmobilfahrern begegnen.

Dann geht es auf einen zugefrorenen Fjordabschnitt. Wir frieren überhaupt nicht und meine Handschuhe mit wegklappbarem Oberteil leisten mir wieder einmal gute Dienste beim Fotografieren. Mitten auf dem Fjord gibt es eine Rast für die Hunde und einen Fotostopp für uns. Dabei macht der Musher mit unserer Kamera eine Aufnahme aus interessanter Perspektive.

Dann flitzen wir weiter. Als wir auf dem Fjord für den Rückweg wenden, trifft uns eisiger Wind von vorn. Nun wird uns klar, weshalb die Sturmhauben wichtig gewesen wären. An Fotos ist nun nicht mehr zu denken. Mein Göga hat einen gewissen Schutz, weil ich vorn sitze. Ich halte mir mit einer Hand die Decke vor das Gesicht und mit der anderen ziehe ich die Kapuze so weit herunter, dass ich gerade noch darunter blicken kann. An Land, sind wir dann dem Wind nicht mehr so ausgesetzt und können die Landschaft wieder genießen. Am Hotel sind gerade Ausbesserungsarbeiten mittels einer Schneekanone im Gange.

Am Ende der Tour bedanken wir uns bei dem Musher und den Hunden und müssen dann zurück zum Bus.

Beschreibung von Christianus (März 2012)

Direkt nach der Ankunft in Kirkenes ging es zu den bereitstehenden Bussen. Meine Mutter machte den Ausflug zum Eishotel, wir hatten uns den Ausflug mit den Huskyschlitten ausgesucht, also trennten sich unsere Wege erstmal. Vom Kai ging es mit dem Bus durch Kirkenes auswärts in Richtung der drei Seen. Weil es einfacher ist als die samische Bezeichnung der Seen werden sie hier nur See 1, See 2 und See 3 genannt. Wie praktisch.

Der Startpunkt für unsere Tour war am See 1 in der Nähe des Eishotels. Zunächst wurde die Busladung in drei Gruppen aufgeteilt. Wir waren in Gruppe 1, d.h. es ging direkt zu den Hunden. Immer zwei Personen wurden einem Musher mit seinem Schlitten zugewiesen. Der Schlittenhundeführer stellte uns zunächst mal alle Hunde vor, diese waren alle total zutraulich und jeder einzelne wollte ausgiebig geknuddelt werden. Alle die vielen Namen der Hunde konnten wir uns nicht merken, nur einer ist uns im Gedächtnis geblieben: „Obelix“, der Gute war etwas stabiler und füllte eine Reihe alleine aus. Irgendwie war er mir auf Anhieb sympathisch.

Nach der Begrüßung durften wir im Schlitten Platz nehmen. Ich hinten auf einer Bierkiste, meine bessere Hälfte vor mir zwischen meinen Beinen. Die Hunde waren schon ganz heiß aufs Laufen, alles bellte und jaulte. Als alle in ihren Schlitten Platz genommen hatten ging es los. Der Musher löste die Bremse und mit einem Ruck setzte sich der Schlitten in Bewegung. Erstaunlich welche Kräfte diese Hunde entwickeln und mit welcher Freude sie bei der Sache sind.

Wir fuhren eine große Acht, zunächst entlang See 1, dann hinüber zu See 2 und einmal um See 2 herum. Anschließend ging es auf der anderen Seite von See 1 zurück. Die Fahrt war einfach herrlich. Man konnte sich zurücklehnen, die wunderschön verschneite Landschaft genießen. Vor lauter gucken sind wir noch nicht mal dazu gekommen während der Fahrt Fotos zu machen. Nach einer guten halben Stunde waren wir wieder am Eishotel. Wir bedankten uns bei unserem Musher und bei den Hunden, alle hatten eine sehr tolle Arbeit abgeliefert. Nun war die nächste Gruppe dran.

Wir bekamen anschließend erstmal etwas Warmes zu trinken und konnten uns dann den Rest des Geländes anschauen. Als erstes ging es zu den Rentieren. Diese bekamen gerade Moos und Flechten zu fressen. Urige Tiere, wenn man sie so aus der Nähe betrachtet.

Weiter ging es dann zu den Gehegen der Hunde. Hier waren alle Hunde untergebracht, die gerade nicht eingesetzt waren. Die Hunde lagen teilweise auf ihren Kisten und dösten in der Sonne, andere hatten sich zum Schlafen in ihre Kisten verzogen. Auch diese Hunde waren total zutraulich und liebten es gestreichelt zu werden. Ein Hund ist uns besonders aufgefallen, er war schon älter, aber nicht so zutraulich, wie die anderen, seine Augen waren vollkommen trübe. Unsere Tourbegleiterin erzählte uns das der Hund fast blind sei, aber immer noch als Leithund arbeitet, nach etwas schnuppern kam auch er dann auf uns zu, er war halt nur ein wenig vorsichtiger.
In einer Ecke des Geheges befand nicht dann noch das absolute Highlight. Zwei kleine 6 Wochen alte Welpen mit ihrer Mutter. Zu niedlich man hätte sie so in die Tasche stecken, so süß waren die Kleinen. Leider hatte die Mutter und auch unsere Tourbegleiterin etwas dagegen.

Vom Hundegehege ging es abschließend noch zum Eishotel. Auch hier waren wir sehr beeindruckt. Von außen sah man nur einen ziemlich großen Haufen Schnee. Innen kam man dann in eine große Empfangshalle mit Bar. Von dort zweigten zwei Gänge ab, die zu den Zimmern führten. Die Zimmer im ersten Gang trugen die Namen von großen Entdeckern, die im zweiten Gang waren in unterschiedlichen Themen gestaltet. Die Verzierungen wurden extra von chinesischen Eiskünstlern gestaltet, die extra dafür angereist sind. Es gab 2-Bett und 4-Bett Zimmer in den unterschiedlichsten Aufteilungen. Die Zimmer sahen alle sehr nett aus, ob ich allerdings hier übernachten würde weiß ich nicht so recht. Angesichts der Temperaturen und der Tonnen Schnee und Eis über mir, bekomme ich irgendwie ein ungutes Gefühl.

Mittlerweile hatten alle Gruppen ihre Schlittenfahrt gemacht und wir fuhren wieder zum Schiff, wo wir pünktlich zur Abfahrt um 12:45 Uhr ankamen.

Beschreibung von Printe (März 2011)

Zum Ausflug hatte sich eine ganze Busladung voll angemeldet und wir wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die Fahrtstrecke betrug jeweils wohl 6 km vornehmlich über kleine Seen unmittelbar vor Kirkenes. Vor die Schlitten waren bei unserer Tour sogar nur 7 Hunde gespannt, weil die Gruppe so groß war und ca. 8-10 Gespanne (genau gezählt habe ich sie nicht, wir waren aber das 4. und längst nicht das letzt Gespann) jeweils unterwegs waren.

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ausfluege/7f-hundeschlittenfahrt.txt · Zuletzt geändert: 07.02.2020 18:16 von manfred | Ihre Anmerkungen |
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