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ausfluege:7f-hundeschlittenfahrt

7F: Kirkenes - Husky-Abenteuer

Schwierigkeitsgrad = 3, Mindestteilnehmerzahl: 8 maximal 48

Zeitraum

1. Dezember - 30. April, Dauer 3 Stunden

Preis

259,- € (2020), Code: HR-KKN7F

Beschreibung

Beschreibung von Printe

Zum Ausflug hatte sich eine ganze Busladung voll angemeldet und wir wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die Fahrtstrecke betrug jeweils wohl 6 km vornehmlich über kleine Seen unmittelbar vor Kirkenes. Vor die Schlitten waren bei unserer Tour sogar nur 7 Hunde gespannt, weil die Gruppe so groß war und ca. 8-10 Gespanne (genau gezählt habe ich sie nicht, wir waren aber das 4. und längst nicht das letzt Gespann) jeweils unterwegs waren.

Beschreibung von Christianus

Direkt nach der Ankunft in Kirkenes ging es zu den bereitstehenden Bussen. Meine Mutter machte den Ausflug zum Eishotel, wir hatten uns den Ausflug mit den Huskyschlitten ausgesucht, also trennten sich unsere Wege erstmal. Vom Kai ging es mit dem Bus durch Kirkenes auswärts in Richtung der drei Seen. Weil es einfacher ist als die samische Bezeichnung der Seen werden sie hier nur See 1, See 2 und See 3 genannt. Wie praktisch.

Der Startpunkt für unsere Tour war am See 1 in der Nähe des Eishotels. Zunächst wurde die Busladung in drei Gruppen aufgeteilt. Wir waren in Gruppe 1, d.h. es ging direkt zu den Hunden. Immer zwei Personen wurden einem Musher mit seinem Schlitten zugewiesen. Der Schlittenhundeführer stellte uns zunächst mal alle Hunde vor, diese waren alle total zutraulich und jeder einzelne wollte ausgiebig geknuddelt werden. Alle die vielen Namen der Hunde konnten wir uns nicht merken, nur einer ist uns im Gedächtnis geblieben: „Obelix“, der Gute war etwas stabiler und füllte eine Reihe alleine aus. Irgendwie war er mir auf Anhieb sympathisch.

Nach der Begrüßung durften wir im Schlitten Platz nehmen. Ich hinten auf einer Bierkiste, meine bessere Hälfte vor mir zwischen meinen Beinen. Die Hunde waren schon ganz heiß aufs Laufen, alles bellte und jaulte. Als alle in ihren Schlitten Platz genommen hatten ging es los. Der Musher löste die Bremse und mit einem Ruck setzte sich der Schlitten in Bewegung. Erstaunlich welche Kräfte diese Hunde entwickeln und mit welcher Freude sie bei der Sache sind.

Wir fuhren eine große Acht, zunächst entlang See 1, dann hinüber zu See 2 und einmal um See 2 herum. Anschließend ging es auf der anderen Seite von See 1 zurück. Die Fahrt war einfach herrlich. Man konnte sich zurücklehnen, die wunderschön verschneite Landschaft genießen. Vor lauter gucken sind wir noch nicht mal dazu gekommen während der Fahrt Fotos zu machen. Nach einer guten halben Stunde waren wir wieder am Eishotel. Wir bedankten uns bei unserem Musher und bei den Hunden, alle hatten eine sehr tolle Arbeit abgeliefert. Nun war die nächste Gruppe dran.

Wir bekamen anschließend erstmal etwas Warmes zu trinken und konnten uns dann den Rest des Geländes anschauen. Als erstes ging es zu den Rentieren. Diese bekamen gerade Moos und Flechten zu fressen. Urige Tiere, wenn man sie so aus der Nähe betrachtet.

Weiter ging es dann zu den Gehegen der Hunde. Hier waren alle Hunde untergebracht, die gerade nicht eingesetzt waren. Die Hunde lagen teilweise auf ihren Kisten und dösten in der Sonne, andere hatten sich zum Schlafen in ihre Kisten verzogen. Auch diese Hunde waren total zutraulich und liebten es gestreichelt zu werden. Ein Hund ist uns besonders aufgefallen, er war schon älter, aber nicht so zutraulich, wie die anderen, seine Augen waren vollkommen trübe. Unsere Tourbegleiterin erzählte uns das der Hund fast blind sei, aber immer noch als Leithund arbeitet, nach etwas schnuppern kam auch er dann auf uns zu, er war halt nur ein wenig vorsichtiger.
In einer Ecke des Geheges befand nicht dann noch das absolute Highlight. Zwei kleine 6 Wochen alte Welpen mit ihrer Mutter. Zu niedlich man hätte sie so in die Tasche stecken, so süß waren die Kleinen. Leider hatte die Mutter und auch unsere Tourbegleiterin etwas dagegen.

Vom Hundegehege ging es abschließend noch zum Eishotel. Auch hier waren wir sehr beeindruckt. Von außen sah man nur einen ziemlich großen Haufen Schnee. Innen kam man dann in eine große Empfangshalle mit Bar. Von dort zweigten zwei Gänge ab, die zu den Zimmern führten. Die Zimmer im ersten Gang trugen die Namen von großen Entdeckern, die im zweiten Gang waren in unterschiedlichen Themen gestaltet. Die Verzierungen wurden extra von chinesischen Eiskünstlern gestaltet, die extra dafür angereist sind. Es gab 2-Bett und 4-Bett Zimmer in den unterschiedlichsten Aufteilungen. Die Zimmer sahen alle sehr nett aus, ob ich allerdings hier übernachten würde weiß ich nicht so recht. Angesichts der Temperaturen und der Tonnen Schnee und Eis über mir, bekomme ich irgendwie ein ungutes Gefühl.

Mittlerweile hatten alle Gruppen ihre Schlittenfahrt gemacht und wir fuhren wieder zum Schiff, wo wir pünktlich zur Abfahrt um 12:45 Uhr ankamen.

Beschreibung von Laminaria

Wir haben den Huskyausflug gebucht, weshalb wir uns nun extra warm anziehen. Der Bus ist voll besetzt und wir steigen fast als Letzte ein. Auf den Plätzen liegen Nummern von 1-3, die unsere Gruppeneinteilung festlegen. Wir Lümmel von der letzten Bank sind also in der letzten Gruppe und werden daher nicht sofort die Hundeschlittentour machen.

An Ort und Stelle empfängt uns der örtliche Guide, eine Angestellte des Schneehotels, die aus Neuseeland stammt. Die erste Gruppe geht gleich zu den Huskies, die zweite Gruppe geht eingezäunte Rentiere gucken und wir dürfen zuerst das Eishotel besichtigen. 20 Minuten Zeit bekommen wir dafür.

In einem Anbau geht es erst eine Treppe hinunter und dann durch eine blaue Tür. Dahinter beginnt der Bereich aus gepresstem Schnee. Wir stehen nun in einem Gang, von dem die einzelnen Zimmer abgehen. Diese können durch kurze, dunkelblaue Vorhänge mit weißen Sternchen vor Blicken geschützt werden. Wir dürfen alle Zimmer betreten und staunen über die Vielfalt der Schneereliefs, die in jedem Raum an einer Wand – meist über dem Kopfende – herausgearbeitet sind. Jeder Raum ist in ein gedämpftes, farbiges Licht getaucht. Ich frage mich einmal, wo das Zimmer eigentlich endet, und taste zur Seite. Die Wand ist rund, d.h. Es handelt sich also um halbkugelige Räume.

Zuletzt kommen wir an der Rezeption und der Eisbar vorbei. Hier steht gerade die Gruppe bei einem Drink beisammen, die nur die Hotelbesichtigung gebucht hat.

Wir gehen hinaus und dürfen nun drei Rentiere anschauen und mit Flechten füttern. Ein weißes Tier mit abgebrochenem Geweih, ein Junges und ein normales Rentier kommen bereitwillig an den Zaun. Für jemanden, der noch nie Rentiere gesehen hat, ist das sicher ein positives Erlebnis.

Schließlich ist auch unsere Gruppe an der Reihe zu den Hunden zu gehen. In einem Umkleideraum werden Overalls, Decken, dicke Handschuhe und Balaclavas (Sturmhauben) zur Verfügung gestellt – letztere gewaschen und zur einmaligen Benutzung bestimmt. Wir sind schon selbst sehr dick angezogen und nehmen nur eine Decke mit. Bis die Schlitten von der zweiten Tour zurückkommen, dürfen wir die an ihren Boxen angeleinten Hunde streicheln, die für ein paar Schmuseeinheiten sehr empfänglich sind.

Für die zurückkehrenden Gespanne stehen Wassernäpfe bereit. Nach einer kurzen Rast sind sie wieder zum Laufen bereit. Wir sausen zunächst über holprige Wege und wundern uns über rote Verkehrzeichen, die an den Bäumen angebracht sind. Der Sinn erschließt sich uns sofort, als wir einer Gruppe von Snowmobilfahrern begegnen.

Dann geht es auf einen zugefrorenen Fjordabschnitt. Wir frieren überhaupt nicht und meine Handschuhe mit wegklappbarem Oberteil leisten mir wieder einmal gute Dienste beim Fotografieren. Mitten auf dem Fjord gibt es eine Rast für die Hunde und einen Fotostopp für uns. Dabei macht der Musher mit unserer Kamera eine Aufnahme aus interessanter Perspektive.

Dann flitzen wir weiter. Als wir auf dem Fjord für den Rückweg wenden, trifft uns eisiger Wind von vorn. Nun wird uns klar, weshalb die Sturmhauben wichtig gewesen wären. An Fotos ist nun nicht mehr zu denken. Mein Göga hat einen gewissen Schutz, weil ich vorn sitze. Ich halte mir mit einer Hand die Decke vor das Gesicht und mit der anderen ziehe ich die Kapuze so weit herunter, dass ich gerade noch darunter blicken kann. An Land, sind wir dann dem Wind nicht mehr so ausgesetzt und können die Landschaft wieder genießen. Am Hotel sind gerade Ausbesserungsarbeiten mittels einer Schneekanone im Gange.

Am Ende der Tour bedanken wir uns bei dem Musher und den Hunden und müssen dann zurück zum Bus.

Video


Bilder

Huskytour Huskytour Huskytour Huskytour Huskytour Huskytour Huskytour Huskytour Huskytour Rentiere Schneehotel Schneehotel Schneehotel


ausfluege/7f-hundeschlittenfahrt.txt · Zuletzt geändert: 06.01.2020 09:54 von jobo | Ihre Anmerkungen |
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