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expeditionsreisen:groenland

Grønland

Grönland Grönland (Kalaallit Nunaat) „Land der Menschen“

Flagge von Grönland
Erstellt von nonnie auf Basis der Reise „Expedition Grönland - Diskobucht“ (2009)

Allgemeine Informationen zu Grönland

Landesstruktur

Grönland ist die größte Insel der Erde mit einer Fläche von 2.175.600 qkm, davon sind 85 % mit Eis bedeckt, dieses Eis machen ca. 10 % des Süßwasserreservoirs der Erde aus. Das Inlandeis kann bis zu 3.500 m dick sein. Der höchste Berg, der Gunnfjørns Fjeld mit 3.693 m liegt an der Ostküste. Die Nord-Süd Entfernung beträgt 2.570 km

Bevölkerung

Vor ca. 5000 Jahren wanderten die Vorfahren der ersten Inuit über die Beringstraße aus Asien nach Alaska. Die 57.000 Grönländer selber nennen sich Kalaallit = Inuit = Menschen, davon sind 88 % Inuit, d.h. Nachfahren der Urbevölkerung und im Lande geboren. In der Hauptstadt Nuuk leben ca. 14.500 Grönländer. Eskimo bedeutet Rohfleischfresser und wird als Diskriminierung empfunden.
99 % gehören der evangelisch lutherischen Staatskirche an. Offizielle Sprache ist Grönländisch, im öffentlichen Leben wird aber auch Dänisch gesprochen. Die dänischen Ortsnamen wurden 1979 durch grönländische ersetzt. Die junge Generation spricht heutzutage aber auch englisch, sofern sie in Dänemark zur Schule gegangen sind oder studiert haben.

Regierung

Im 18. Jahrhundert folgte die „Wiederentdeckung“ und Kolonisierung durch Dänemark. Seit dem 1. Mai 1979 genießt Grönland eine weitgehende Autonomie innerhalb des dänischen Königreichs. 31 Mitglieder gehören dem Parlament an und sie werden alle 4 Jahre gewählt. Die Regierung besteht aus einem Premierminister und acht Minister. Im dänischen Parlament hat Grönland zwei Sitze.

Wirtschaft

Die Wirtschaft basiert vor allem auf den Fischfang von Heilbutt, Kabeljau und Krabben. Grönlands Wirtschaft ist angewiesen auf den jährlichen Zuschuss aus Dänemark. Er beläuft sich auf ca. 40 % der Einkünfte. Die Produktion im eigenen Land ist infolge des „kleinen Marktes“ völlig unrentabel, da fast alles eingeführt werden muss.

Klima

Auf Grönland herrscht arktisches Klima, das in den wärmsten Monaten Juni – August +10°C selten überschreitet. Regionale Unterschiede gibt es natürlich. Die Westküste wird durch den Golfstrom auch im Winter eisfrei gehalten. Im Süden (südlich des Polarkreises) fallen die Temperaturen im Winter selten unter -10°C. Der Osten wird durch den kalten Ostgrönlandstrom beeinflusst, der im Winter meterdickes Packeis mit sich bringt und die Ostküste einschließt. Die Temperaturen im Inland = Inlandeis können bis zu -70°C im Winter gehen. Die Folgen der globalen Erwärmung sind in dieser Region aber schon deutlich sichtbar.

Geschichte

Wahrscheinlich war es Gunnbjörn Ulfsson, ein Norweger, der um 870 Grönland entdeckte, jedoch wird in den meisten geschichtlichen Darstellungen die Entdeckung Grönlands dem Isländer Eirik Thorvaldson, genannt „Erik der Rote“ zugeschrieben.

982 musste Erik der Rote mit mehreren Leibeigenen Island für 3 Jahre verlassen, da sie eine Lawine auf das Haus eines anderen Mannes hinunterstürzen ließen. Die Verwandten der Ermordeten übten Rache, indem sie Eriks Leibeigene töteten. Erik wiederum rächte sich und brachte die Mörder und ein paar andere Männer um.
Im Mittelalter wurde im skandinavischen Gemeinwesen Mord bestraft mit einer 3jährigen Verbannung und den Verlust persönlichen Besitzes.

Erik der Rote segelte westwärts und erreichte eine große Landmasse. 3 Jahre lang sah er sich in den südlichen Küstengebieten und Fjorden um und erkundete die Beschaffenheit des Landes. Dann kehrte er 985 nach Island zurück und schilderte das zufällig entdeckte Land in glühenden Farben und taufte es „Grünes Land“ = Grönland.

Seine Begeisterung war so groß, dass er seine Landsleute in Island überredete, ihm zu folgen, um sich dort Wohnplätze zu suchen und das Land zu bebauen. 25 Schiffe brachen auf zu diesem neuen Land, jedoch nur 14 Schiffe mit etwa 500 Menschen an Bord erreichten ihr Ziel. Die Siedler errichteten an der Südküste (subarktisch) eine Kolonie. Sie bauten Häuser aus Stein und Torfsoden, züchteten kleinwüchsige Viehrassen, jagten Robben, Walrosse und fischten. Sie nennen den Teil Eystribygd (Ostsiedlung). Der Hof Eriks (Brattahlid) im heutigen Qassiarsuk, ist das Zentrum der Siedlung. Es dauerte nicht lange und eine zweite Kolonie wurde im Südwesten (Vestribygd) gegründet. Sie liegt in der heutigen Umgebung von der Hauptstadt Nuuk (bedeutet Landzunge). Diese grönländischen Siedlungen tauschten Rohwaren gegen Eisen, Getreide und Geräte und erlebten so etwa drei Jahrhunderte eine Blütezeit.

Der Sohn von „Erik der Rote“ Leifur Eiriksson brachte im Jahre 1000 von Norwegen einen Priester nach Grönland mit, der alle Leute im Lande unterrichtete und taufte, so kam der christliche Glauben nach Grönland. Kirchen und Klöster wurden gebaut. Der Norweger Arnald wird Bischof 1126 und in Gardar, dem heutigen Igaliku, wird ein Bischofssitz mit Domkirche errichtet.
Doch die Norweger waren nicht die ersten Einwohner Grönlands, denn bald fanden sie im Westen wilde Menschen vor, die ohne Zweifel amerikanischen Ursprungs waren. Die Grönländer aus dem Norden drangen immer weiter in den Süden vor und führten oft Krieg mit den Norwegern.
1261 unterwarfen sich die Nordmänner dem norwegischen König und zahlten für die Aufrechterhaltung der Seeverbindung zwischen Norwegen und Grönland Steuern. Die klimatischen Bedingungen (z.B. Treibeis von Spitzbergen) in den folgenden Jahrhunderten verschlechterten sich aber, so dass Norwegen das ökonomische Interesse an Grönland verlor. Die letzten schriftlichen Aufzeichnungen der Nordmänner sind aus dem Jahre 1408, und zwar eine Hochzeitsurkunde in der Kirche Hvalsey.

Im 17. Jahrhundert betreiben die Holländer vor der grönländischen Küste kommerziellen Walfang mit den Inuits. Dieser Kontakt mit den Europäern bleibt nicht ohne Folgen. Die Inuit lernen den Alkohol kennen, lernen Polka tanzen und erhalten schöne bunte Perlen, die seitdem die Tracht der Frauen schmücken. Die Inuits werden innerhalb von 70 Jahren von Waren abhängig, die sie zuvor nicht kannten. Die Europäer bringen Seuchen ins Land und die Bevölkerung wird dadurch sehr dezimiert. Außerdem zerstören die neuen Lebensformen die traditionelle Inuit Kultur.
Es vergingen mehr als 800 Jahre bis der norwegisch-dänische Missionar, Arzt und Forscher Hans Egede eine ausführliche und genaue Beschreibung dieses Landes verfasste. Im Mai 1721 brach er mit 2 Schiffen nach Grönland auf und bekehrte die Nordmänner nach anfänglichem Misstrauen zum Protestantismus. Er blieb 15 Jahre auf der Insel und zählt zu den großen Entdeckungsreisenden, die das Weltbild des 18. Jahrhundert entscheidend verändert haben. Er wird finanziell vom norwegischen König unterstützt, da man sich einen wirtschaftlichen Zuwachs durch Grönland verspricht.
1814 wird die dänisch-norwegische Personalunion nach dem Frieden von Kiel aufgelöst. Norwegen kommt unter die schwedische Krone und Dänemark erhält die arktischen Inseln: Island, Grönland und Färöer.

Nachdem Norwegen 1931 Ostgrönland besetzt hatte, (aus Protest gegen die Vereinbarung im Frieden von Kiel) spricht Den Haag (Int. Gerichtshof) Dänemark die Oberhoheit über ganz Dänemark zu.
Die Nationalsozialisten besetzen 1940 Dänemark und die Verbindung zu Grönland wird unterbrochen. Der dänische Botschafter in den USA, Henrik Kaufmann, trifft ein Abkommen, in dem die USA sich bereit erklärt, die Versorgung und den Schutz der Insel für die Dauer des Krieges zu übernehmen. Es werden Luftwaffenstützpunkte (z.B. Airport in Kangerlussuaq und die Thule Air Base) errichtet, die im Zeichen des „Kalten Krieges“ eine wichtige Rolle spielten.
Grönland wird 1972 gegen seinen Willen EU Mitglied und erhält 1979 innerhalb des Königreiches Dänemark die Selbstverwaltung. Der EU Beitritt hatte zur Folge, dass europäische Hochseeflotten in den grönländischen Gewässern fischen durften und europäische Konzerne durften nach Bodenschätze suchen. Durch eine Volksabstimmung kam es 1985 zum Austritt aus der EU wegen Überfischung der grönländischen Gewässer durch westeuropäische Fangflotten. Die EU Staaten dürfen zwar fischen heutzutage, müssen aber dafür bezahlen.
Die grönländische Selbstverwaltung hat seit 1998 auch die Verwaltung der Bodenschätze inne, muss allerdings die Ausbeute mit Dänemark teilen.

Heute erfährt Grönland besondere Aufmerksamkeit durch die Diskussionen über den globalen Klimawandel.

An- und Abreise

Anreise

  • Individuelle Anreise vom Heimatflughafen nach Kopenhagen – Gepäck in Empfang nehmen und für den Weiterflug erneut einchecken (ohne Ticket – mit Reisepass oder Personalausweis)
  • Charterflug von Kopenhagen nach Kangerlussuaq (Søndre Strømfjord Flughafen) mit der „Air Greenland“
  • Flugdauer 4 Stunden, 40 Minuten – Zeitunterschied zu Kopenhagen: 4 Stunden früher
  • Das Gepäck wird von einer grönländischen Transport Agentur zum Schiff befördert und vor die Kabinen gestellt
  • Zweckmäßig ist ein Rucksack mit den wichtigsten Papieren, Medikamenten, Mückenschutz und wasserfesten Anorak und Hose sowie feste bequeme Schuhe für die Einschiffung mit den PolarCirkel Booten vom Pier zur FRAM
  • Bustransfer zur Pier ca. 30 Minuten Fahrtzeit – dort liegt die FRAM auf Reede -
  • Vor dem Einstieg in die PolarCirkel-Boote (8 Personen pro Boot) müssen die Schwimmwesten angelegt werden

Air Greenland Bustransfer Polarcircle-Boote

Abreise

  • Die Ausschiffung erfolgt wieder mit den PolarCirkel Booten à 8 Personen
  • Der Rückflug erfolgt wieder per Charterflug der Air Greenland von Kangerlussuag nach Kopenhagen
  • Reisende, die eine Suite gebucht haben, werden ohne Aufpreis per Linienflug (z.B. SAS) ihren Heimflug antreten
  • Eingecheckt wird bereits auf der FRAM, jedoch nur bis Kopenhagen, d.h. in Kopenhagen muss das Gepäck vom Band geholt werden und wieder neu eingecheckt werden zum Heimatflughafen.
  • Flugdauer 4 Stunden, 20 Minuten – Zeitunterschied 4 Stunden voraus zu Kangerlussuag

Häfen, Anlaufpunkte und Landausflüge

  • Die Landausflüge können bis 4 Wochen vor Beginn der Reise gebucht und bezahlt werden.
  • Danach ist eine Reservierung und Bezahlung nur noch an Bord mit der Cruise Card möglich.
  • Die Reservierung der Ausflüge ist verbindlich, d.h. es erfolgt keine Kostenerstattung, sofern aus persönlichen Gründen an den Ausflügen nicht teilgenommen wird.
  • Sofern eine Absage seitens der Hurtigruten ASA (witterungsbedingt oder andere unvorhersehbare Ereignisse) erfolgt, werden die Kosten erstattet oder gutgeschrieben.
  • Bei allen Landausflügen sind wind- und wasserdichte Oberbekleidung und feste bequeme Schuhe erforderlich.

Die Ausflüge werden in fünf Schwierigkeitsstufen unterteilt:

  • Stufe 1 = für alle
  • Stufe 2 = für die meisten Passagiere – Spaziergänge in normalen Terrain
  • Stufe 3 = setzt gute Kondition voraus – Wanderungen in bergigem Gelände – nicht für Personen mit Knie- oder Hüftproblemen
  • Stufe 4 = anstrengend, setzt gute Kondition voraus
  • Stufe 5 = nur für Personen, die in sehr guter körperlicher Verfassung sind

Kangerlussuaq – 66°57’N, 50°03’W

Kangerlussuaq heißt der „lange Fjord“ und liegt am Ende des 170 km langen Fjordes und ist das „Tor zu Grönland“. Sie ist weder eine Stadt noch ein Dorf sondern eine Ansiedlung um den Flughafen. Hier leben und arbeiten ca. 400 Personen. Der Flughafen wurde am 07.10.1941 von den Amerikanern eröffnet unter dem Namen „Blue West Eight“ und bis 30.10.1992 als wichtiger Stützpunkt für Frachtflugzeuge auf dem Weg von Nord Amerika nach Europa genutzt. Während des 2. Weltkrieges waren hier ca. 8000 Soldaten stationiert. Heute ist er der Internationale Flughafen von Nord-Grönland.

Ausflüge in Kangerlussuaq

  1. Busausflug zum Inlandeis – ca. 4 Std. - Stufe 1 – Preis incl.
    (nicht zu empfehlen für Personen mit Rückenproblemen)

    Fahrt mit einem Geländewagen/Tundrabus auf der ca. 25 km langen Schotterstraße bis zur Inlandeis Abbruchkante des Russells-Gletscher. 85 % des Inlandeises bedeckt Grönland. Außer den ca. 3000 Rentieren treiben sich hier 3500 Moschusochsen herum, sie wurden 1962-1965 hier von Ostgrönland ausgesetzt.

    Fahrt zum Inlandseis Fahrt zum Inlandseis Inlandseis Inlandseis Inlandseis
  2. Barbecue am Ferguson-See – ca. 1-2 Std. – Stufe 1 – Preis incl.
    Am späten Nachmittag geht es mit dem Bus zum Ferguson-See und ist zeitlich abhängig von den Flugzeiten für die Rückreise. Hier wird ein Barbecue – draußen oder in der Hütte – angeboten mit einem Getränk.

Sissimiut – 66°56’N, 53°40’W (dänisch: Holsteinsborg)

Sissimiut = „Die Menschen an den Fuchshöhlen“ . Hier in der zweitgrößten Stadt Grönlands leben 5.200 Einwohner. Am Hafen pulsiert das Leben, hier wird nicht nur Fisch und Robbenfleisch verkauft, hier wird auch der neueste Klatsch und Tratsch ausgetauscht. Sisimiut ist der nördlichste eisfreie Hafen in Westgrönland er liegt ca. 100 km nördlich des Polarkreises. Es gibt ein Museum, in dem Funde aus der Zeit der Saqqagq-Kultur ausgestellt werden. Die älteste Holzkirche Grönlands (aus dem Jahre 1775) und die Altstadt mit ihren historischen Gebäuden entdeckt man während eines Stadtrundgangs. Aber auch hässliche Wohnblöcke und ständiger Autoverkehr erinnert an eine „Großstadt“.

Sissimiut Kirche von Sissimiut Neue Kirche mit Torfhaus Walknochen

Ausflüge in Sissimiut

  1. Stadtrundgang mit Museumsbesuch – Dauer ca. 45-60 Min – Stufe 2 – Preis: incl.

    Anhand des Stadtplans, den jeder an Bord erhält, kann man die Stadt gut auf eigene Faust erkunden. Vom Hafen aus führt eine „belebte“ Hauptstraße zum historischen Stadtkern. Das kulturhistorische Museum liegt ganz in der Nähe des Hafens; die Themen umfassen den grönländischen Handel, der Industrie und der Schifffahrt.
  2. Wanderung zur historischen Teleinsel – Dauer ca. 2 Std. – Stufe 3-4 - Preis: € 32,-

    Teleøen ist eine vorgelagerte Insel, dort wurden bei Ausgrabungen die über 4.000 Jahre alte Inuit Kultur (Saqqaq-Kultur) ans Licht gebracht. Der Weg führt zu Grönlands älteste Schiffswerft, Grönlands größte Fischverarbeitungsanlage sowie der „Tele Greenland A/S“, die die Verbindung zur Außenwelt herstellt.
  3. Bootsfahrt zur Siedlung Assaqutaq - Dauer ca. 2,5 Std. - Stufe 1 - Preis: € 97,-

    Assaqutaq ist eine Siedlung, die in den 60er und 70er Jahren von den Inuits verlassen wurde, sie zogen in größere Städte. Inzwischen versucht man, die Siedlung wieder mit Leben zu erwecken. Ein Schullandheim, die alte Kirche und die alte Fischfabrik wurden renoviert und im Sommer kommen viele Bürger von Sisimiut um hier zu fischen (Lodde oder Kapelanfisch)

    Ausflugsboot nach Assaqutaq Assaqutaq

Ausflug 1 und 2 können kombiniert werden

Qeqertarsuaq 69°15’N, 53°33’W (dänisch Godhaven)

Weiter gen Norden kommen wir zur Disko-Insel und legen in Qeqertarsuaq (bedeutet „die große Insel“) an. Die 1100 Einwohner leben heute vom Fischfang, früher galt sie als Walfangzentrum. Das frühere Haus des Kolonialinspektors aus dem Jahr 1840 beherbergt seit 1992 ein Heimatmuseum, in dem man sich über die Geschichte der Stadt sowie die Jagd- und Fangkultur der Inuit informieren kann. Auffällig ist auch die Kirche aus dem Jahr 1914 - aufgrund des achteckigen Grundrisses wird sie im Volksmund das „Tintenfass Gottes“ genannt. Ein Spaziergang durch den Ort bietet schöne Ausblicke auf Eisberge und Meer.

Qeqertarsuaq Schlittenhunde Schlittenhund

Ausflüge in Qeqertarsuaq

  1. Stadtrundgang mit Museumsbesuch – Dauer individuell – Stufe 1 – Preis: incl.

    In dem einzigen Ort auf der Diskoinsel leben ca. 1.100 Einwohner, die überwiegend vom Fischfang leben. Den Eingang zum Kolonialzentrum bildet ein Tor aus 2 Walknochen. Dahinter die alte blaue Holzkirche. Der Rundgang führt an der Rekonstruktion eines ehemaligen grönländischen Torfhauses Anfang des 20. Jahrhunderts entlang.
    Es gibt noch eine weitere Kirche, die rote achteckige aus dem Jahre 1914, erbaut von dem Architekten Helge Bojsen Møller.

    Kirche
  2. Wanderung im Blæsedalen (Tal der Winde) Dauer ca. 3 Std.- Stufe 2-3 – Preis: incl.

    Am Ortsrand kommt man zum Strand, der aus dunklem feinem Lavasand besteht. Vulkanische Aktivitäten vor ca. 60 Mio Jahren haben die Asche hier zurückgelassen. Diese Wanderung über den Røde Elv (Roter Fluss) und das Blæsedalen (Tal der Winde) bietet einen schönen Eindruck der typischen Flora. Am Ende der Tour stürzt der Røde Elv ins Tal als wunderschöner Wasserfall (Qolortorsuaq).

    Lavastrand

Beide Ausflüge sind kombinierbar

Uummannaq 70°40’N 52°08’W

Am Fuße des 1.175 m hohen „Herzbergs“ liegt Uummannaq – der Name bedeutet der „Herzförmige“. Die Grönländer denken bei der Form allerdings nicht an das menschliche Organ sondern sehen darin ein Robbenherz. Die 1.500 Einwohnern wohnen in schönen bunten Häusern und leben vom Fischfang (insbesondere Heilbutt) und von der Jagd auf Robben und Wale. Die Stadt liegt 500 km nördlich des Polarkreises; Polarnacht: vom 07. November bis 04. Februar Mitternachtssonne: vom 16. Mai bis 28. Juli

Uummannaq Anlandung Uummannaq Torfhaus Krankenhaus Uummannaq

Ausflüge in Uummannaq

  1. Stadtrundgang mit Museum, Kirche, Torfhütten – Dauer indv. - Stufe 1 – Preis incl.
  2. Wanderung entlang des „Herzbergs“ – Dauer ca. 3 Std. – Stufe 4-5 – Preis incl.
  3. Grönländisches Mittagessen im Hotel Uummannaq – Dauer 1-2 Std. - Preis € 32,–

    Nicht weit vom Hafen liegt das Hotel mit Blick auf den Fjord. Es gibt Walfleisch, Rentiersteak und Mochusochsensteak. Die Getränke sind nicht im Preis enthalten.
  4. Bootsausflug zur „Roten Wüste“ – Dauer ca. 4-5 Std. – Stufe 1 – Preis € 169,–

    Dieser sehenswerte Ausflug führt östlich von Uummunnaq zur 8 km entfernten Insel Storøen. Es geht vorbei an steilen Klippen, in eine ganz andere Welt, in eine goldgelbe Wüste, nur rote und braune Steine so weit das Auge reicht. Man erlebt ein einzigartiges geologisches Gebiet aus mineralischem Gestein (Schwefel und Eisen). In dieser „Mondlandschaft“ kann man zum Schluß sich dem leckeren Lunchpaket (Lachsbrötchen, Apfel, Müsliriegel und Flasche Wasser) widmen und dabei die atemberaubende Aussicht auf weiße Eisberge, blaue See und goldgelbe Steine genießen.

    Fahrt zur Wüsteninsel Fahrt zur Wüsteninsel Fahrt zur Wüsteninsel Wüsteninsel Ausflugsboot Alter Stein Wüste Blick in die Bucht Wüsteninsel Aufstieg zur Roten Wüste

Ukkusissat 71°05’N 52°52’W

Eine kleine Siedlung mit ca. 200 Einwohnern ist landschaftlich reizvoll gelegen. Der Name bedeutet „Speckstein“. Die Anlandung erfolgt ohne Bootssteg – nur rutschige Specksteine – aber unter kräftiger Unterstützung der Crew Mitglieder klappt es einigermaßen. Die Bewohner freuen sich auf den Besuch der MS FRAM, denn sie „entern“ die FRAM und bedanken sich mit historischen Tänzen und Gesängen in der Panoramalounge und nehmen den Beifall der Crew und der Passagiere mit großem Dank strahlend entgegen.

Anlandung Ukussiat

Ausflüge in Ukkusissat

  • Der Besuch dieser kleinen Siedlung am Berghang vermittelt gut die Lebensweise der ca. 200 Bewohner

    Ukussiat Einwohner in Natonaltracht

Ilulissat 69°16’N 51°06’W (dänisch: Jacobshavn)

Wenn es einen Ort in Grönland gibt, den man als „Touristen-Hochburg“ bezeichnen könnte, dann Ilulissat. Drittgrößte Stadt Grönlands mit 4.500 Einwohnern Die Lage am Eisfjord verdankt der Stadt ihren Namen „Eisberge“, die auch das Stadtwappen prägen.

Hafen Stadtwappen

Stolz ist man in Ilulissat auf seine drei berühmten Söhne:

  • Knud Rasmussen (1879-1933) Polarforscher - Sohn eines Pastors in Ilulissat
  • Mathias Storch (1883-1957) Autor und Pfarrer – wurde 1953 als 1. Grönländer zum Bischof ernannt. Er schrieb u.a. 2 Romane, in denen er sich kritisch gegenüber der dänischen Vorherrschaft in Grönland äußerte
  • Jørgen Brønlund (? -1907) Grönlandforscher, der Rasmussen 1903 auf der „Literarischen Grönlandexpedition“ begleitete

Ausflüge in Ilulissat

  1. Stadtrundgang mit Knud Rasmussen Museum - ca. 60 Min. – Stufe 1 – Preis incl.

    Anhand des erhaltenen Stadtplans kann man die drittgrößte Stadt Grönlands auf eigene Faust gut erkunden. Vom Fischereihafen, hier wird schwarzer und weißer Heilbutt verarbeitet, geht es bergauf ins Zentrum, vorbei an der Gedenkstätte von Knud Rasmussen, der Zionskirche von 1782 bis zum Rasmussen Museum.
  2. Wanderung nach Sermermiut - ca. 3 Std. - Stufe 3-4 – Preis incl.

    Dies ist eine geführte Wanderung zur verlassenen Siedlung und liegt ca. 1,5 km südlich der Stadt Ilulissat an der Mündung des Eisfjordes. Die Aussicht auf die Eislandschaft macht diesen Ausflug einzigartig.
  3. Bootstour zum Eisfjord - ca. 2 Std.- Stufe 1 – Preis € 69,–

    Die Bootstour zum imposanten einmaligen Eisfjord ist ein Muss. Die 100 m hohen Eisberge schieben sich den 40 km langen und 7 km breiten Fjord entlang, bis sie an der Mündung zur Diskobucht stranden, weil sie zu groß sind, um aufs Meer zu treiben. Die Wassertiefe liegt im Fjordinneren bei mehr als 1.000 m, an der Mündung des Fjordes beträgt sie aber nur rund 200 m. Diese Fjordschwelle (Isfjellsbanken) ist dafür verantwortlich, daß die gewaltigen Eisberge regelrecht auf Grund laufen und ein Stau aus Eisbergen entsteht. Erst wenn der Druck der nachrückenden Eismassen zu groß wird, oder die Eisberge soweit zerbrochen sind, daß sie die Schwelle schwimmend überwinden können, gelangt das Eis ins freie Meer.

    Im Eisfjord Im Eisfjord Im Eisfjord Im Eisfjord Im Eisfjord
  4. Helikopterflug zum Inlandeis – ca.2 Std. – Stufe 1 – Preis € 357,–

    Sehr beeindruckend ist dieser Flug mit den Greenlandair-Piloten, die Meister ihres Faches sind. Sie fliegen auf Höhe der Eisberge, so dass man ihre Strukturen genau betrachten kann. Türkisblaue Seen haben sich auf manchen Eisflächen gebildet. Der Flug über die Abbruchkante ist wirklich spektakulär.

    Helicopterflug Inlandeis Helicopterflug Inlandeis Helicopterflug Inlandeis Helicopterflug Inlandeis Helicopterflug Inlandeis Helicopterflug Inlandeis

Ausflüge 1 + 3 + 4 sind nacheinander kombinierbar

Kangia – der Ilulissat Eisfjord

Der 40 km lange und 7 km breite Fjord mündet bei Ilulissat ins Meer und ist zweifelsohne das „Highlight“ jeder Grönlandreise. Die enormen Eismassen, die in diesem Fjord sich mit rasender Geschwindigkeit von ca. 19 m pro Tag bewegen, stammen vom Gletscher „Sermeq Kujalleq“, der seit 2004 Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist. Er ist der produktivste der nördlichen Hemispäre. Beim Kalben (Abbrechen von Eismassen) des Gletschers öffnen sich Millionen von Sauerstoffbläschen und setzen den Sauerstoff frei. Immer wieder hört man ein Knacken und erst wenn sich die Wasseroberfläche bewegt, erkennt man, wo der Bruch stattfand. Nur ein Zehntel des Eisberges ragt aus dem Wasser, der mächtige Rest schwimmt unter dem Meeresspiegel.

Itilleq 65°53’N, 52°20’W

Itilleq liegt am gleichnamigen Fjord und stellt mit ca. 123 Einwohnern eine typische grönländische Siedlung da. Interessant ist die alte Kirche – sie wurde 1930 in Thule (Qannaq Nordgrönland) errichtet und 1963 nach Itilleq versetzt. Die alten Kolonialhäuser geben dem Ort ein freundliches Erscheinungsbild.

Itilleq Kirche Itilleq Männerstiefel Frauenstiefel Pullover Schlitten

Ausflüge in Itilleq

  • Stadtrundgang mit „Kaffeemik“ (Einladung der Einwohner zu Kaffe und Kuchen) und anschließend wird das traditionelle Fußballspiel angepfiffen. Die Bewohner der Siedlung spielen gegen die FRAM Crew und Passagiere. Ob 20 oder 30 Spieler hinter den Ball herlaufen, ist nicht so wichtig, wer als Sieger vom Platz geht ist entscheidend. Die Fans bzw. Zuschauer unterstützen beide Mannschaften durch viel Beifall.

    Kafemik

Sonstige Landausflüge

Gletscher Eqip Sermia

  • Nördlich von Ilulissat liegt der Gletscher mit einer ca. 4 km langen Eiskante. Vor dieser Kulisse ankert die MS FRAM und die Küche ruft zum Barbecue auf einer kleinen Halbinsel, sofern das Wetter mitspielt, ansonsten wird auf Deck 7 gegrillt.

    Fahrt zum Gletscher Fahrt zum Gletscher - nachts Fahrt zum Gletscher - nachts Fahrt zum Gletscher - Mitternachtssonne Eqip Sermia - Packeis Eqip Sermia - Packeis Eqip Sermia - Packeis Fahrt ins Packeis Fahrt ins Packeis

Allgemeine Reiseinformationen

  • Einreisebestimmungen: Reisepass ab 2012 (Kopie mitnehmen und getrennt aufbewahren)
  • Ausfuhrbeschränkung: Robbenfell und Walzahn
  • Währung: Dänische Krone 100 DK = € 12,25 (Januar 2012)
  • Währung an Bord: Norwegische Krone 100 NOK = € 11,80 (Januar 2012) oder Kreditkarten (Visa, EU/Master Card)
  • Impfung: keine
  • Elektrizität: 220 V / 50 Hz – Euro-Norm-Stecker
  • Post- und Fernmeldewesen: In größeren Orten gibt es Postämter, nach Europa Direktwahl - Vorwahl Deutschland 049/Ortsvorwahl ohne Null Internetzugang gegen Guthabenkarte (an der Rezeption) WLAN Zugang auf Deck 4 je nach Wetterlage und Region kein Empfang
  • Mitternachtssonne: ca. vom 20. Mai bis Ende Juli (Mitte August noch helle Nächte)
  • Zeitunterschied: MEZ -4 Stunden (12 Uhr Deutschland = 8.00 Uhr Grönland)
  • Klima: Durchschnittstemperatur im Sommer ca. 5 bis 10° C, wenig Niederschlag
  • Mücken: im Süden an Land sehr lästig (Mückennetz ist zu empfehlen) im Sommer
  • Trinkgelder: freiwillig, jedoch Empfehlung NOK 50 pro Tag/Person (kann bar bezahlt oder vom Bordkonto abgebucht werden)
  • Wäsche: Waschmaschine und Trockner gegen Gebühr
  • Grönland Windjacke (wind- und wasserdicht): erhalten alle Passagiere als Geschenk
  • Whirlpool auf Deck 7: Badehose/Badeanzug nicht vergessen
  • Blog: http://mvfram.blogspot.com (Reiseverfolgung anhand täglicher Eintragungen mit Fotos)

expeditionsreisen/groenland.txt · Zuletzt geändert: 26.01.2013 06:01 (Externe Bearbeitung) | Ihre Anmerkungen |
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