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orte:kjollefjord

Kjøllefjord

Koordinaten: 70°56'56″ N, 27°20'10″ E |Karte

(nordsamisch: Gilevuonna / kvensk: Kelavuono)

nordgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

südgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

Kjoellefjord Kjollefjord Kjöllefjord

HR-Infos

Kjøllefjord ist seit 1907 Anlaufhafen der Hurtigrute.

Der Hurtigrutenkai befindet sich direkt hinter der Mole (Moloveien 10) - 70°56'56.47842″ N / 27°20'10.73264″ E), bis zur Ortsmitte sind es etwa 1500 Meter.
Den Transport/Versand von Gütern/Waren organisiert örtlich Kjøllefjord Skipsekspedisjon AS, Moloveien 3, Tel: 78 49 81 01, Kjollefjord@Norlines.no.

Fahrplan:

Ankunft nordgehend: 16:40 Uhr
Abfahrt nordgehend: 17:00 Uhr
Aufenthaltsdauer: 20 Minuten
Ankunft südgehend: 3:25 Uhr
Abfahrt südgehend: 3:35 Uhr
Aufenthaltsdauer: 10 Minuten
Fahrtdauer nordgehend seit Honningsvåg 2 Stunden 10 Minuten 29 Seemeilen
Fahrtdauer nordgehend bis Mehamn 1 Stunde 55 Minuten 26 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend seit Mehamn 1 Stunde 55 Minuten 26 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend bis Honningsvåg 2 Stunden 10 Minuten 29 Seemeilen

Landausflüge nordgehend:

Allgemeine Infos

Kjøllefjord (846 Einwohner - Stand 01.01.2022) ist das Verwaltungszentrum der Kommune Lebesby (1.242 Einwohner - Stand 01.10.2025). In dem bunten, beschaulichem Ort ist Fischfang der Haupterwerbszweig.

Kjøllefjord liegt auf der Nordkinnhalvøya, der Nordkinnhalbinsel, die mit dem Kinnarodden auch den nördlichsten Festlandpunkt Europas vorweisen kann. Am bekanntesten ist aber sicherlich die interessante Klippenformation an der Mündung des Kjøllefjordes, die Finnkjerka.

Kjøllefjord besitzt keinen Flughafen.

Webcams

Wichtige Adressen

(Vorwahl Norwegen 0047)
(Notrufnummern: Polizei 112, Feuerwehr 110, Krankenwagen 113, Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117)

Sehenswürdigkeiten

Museen

Kirchen

Denkmäler und Skulpturen

  • Statur - «Tapre kystkvinner» (Mutige Küstenfrauen), Figuren aus Steingut auf Sockel, mit gekreuzten Armen, auf der Innenmole, geschaffen von Ingun Dahlin (1961), enthüllt am 25. September 2010,

Hotels, Pensionen und Camping

Restaurants, Cafes und Fast Food

Pubs, Kneipen und Discotheken

Shopping

Banken

  • keine örtliche Bankfiliale

Bus, Taxi

  • Snelandia organisiert in der Finnmark den öffentlichen Verkehr, Tel 75 77 18 88 / Routeninformationen: Tel 177 post@snelandia.no, der örtlicher Busverkehr wird von Tide Buss AS durchgeführt
  • Taxi Kjøllefjord Bernt Errol Fredriksen - Mollavegen 1, Tel 78 49 84 77;
  • Marius Olsen Taxi, Breivikvegen 19, Tel 78 49 86 01
  • Ørjans Taxi - Kirkeveien 24, Tel 48 30 28 00
  • Ørjans Taxi Ørjan Larsen - Strandvegen 140, Tel 48 30 28 00
  • Nordkyn Elektrike - Strandvegen 101a, Tel 78 49 81 68
  • Ferder Taxi, Tel 33 04 10 01 https://ferdertaxi4.webnode.page

Sonstiges

Geschichtliches

Kjøllefjord ist einer der größten Fischereihäfen in der Finnmark und Verwaltungsort der Kommune Lebesby.

Die Finnmark war im 17. Jahrhundert in Handelsdistrikte aufgeteilt. Kjøllefjord wurde vom Distrikt-Gouverneur der Handel mit den Sami in Tana und Laksefjord zugeteilt. Der Ort wuchs sehr schnell zu einem größeren Handels-Knotenpunkt heran als Vardø und Vadsø.

Aufgrund seiner geschützten Lage im hinteren Kjøllefjord abseits der offenen Barentssee wurde der Ort auch als Nothafen für russische Boote und die Handelsschifffahrt nach Archangelsk am Weißen Meer genutzt. Daneben richtete man hier einen Lagerplatz für die Erzeugnisse aus der gesamten Region ein. Zunächst kamen Kaufleute aus Bergen, später auch aus Dänemark, um sie abzuholen.

Im 18. Jahrhundert war Kjøllefjord ein blühender Ort.

Vor dem Abzug der deutschen Besatzungstruppen im Herbst 1944 wurden auch die Bewohner von Kjøllefjord zwangsevakuiert und in andere Gebiete verstreut. Bei ihrer Rückkehr fanden sie ihren Ort samt der Kirche verbrannt und zerstört vor. Sie erstellten einen Bebauungsplan und begannen zügig mit dem Wiederaufbau.

Schon 1951 wurde die zerstörte Kirche als eine der ersten in der Finnmark wieder aufgebaut. Sie ist ein Geschenk Dänemarks. Der Architekt war Finn Bryn. Er baute sie als Steinkirche mit 300 Plätzen.

Bereits 1954 war die Fischereiflotte wieder auf 155 Boote angewachsen. Lebensgrundlage war nun zusätzlich zur Fischerei auch die Fischverarbeitung.

Pläne für einen Flughafen wurden um 1966 Jahre entwickelt. Da bei den weiteren Planungen durch Flyke Finnmark der Flughafen Kjøllefjord nicht die gewünschte Unterstützung erhielt engagierten sich private Geldgeber. U. a. durch die norwegische Fluggesellschaft A/S Norving, die in 1950 gegründet wurde und 1993 in Konkurs ging. 1973 begannen die Bauarbeiten und ungünstige Witterungsbedingungen führten zu Bauverzögerungen. 1974 wurde der Flughafen Kjøllefjord fertiggestellt.
Auch in 1974 eröffnete der größere regionale Flughafen Mehamn. Mit dem dortigen Flughafenbau ging auch ein Straßenbauprojekt (Fv888) in der Region Kjøllefjord, Mehamn und Gamvik an den Start.
Der Flugplatz Kjøllefjord wurde gelegentlich für Ambulanzflüge genutzt, obwohl dies normalerweise nur geschah, wenn der Flughafen Mehamn wegen Nebel geschlossen war. Der Flugbetrieb am Flughafen Kjøllefjord wurde in den 1980er Jahren endgültig eingestellt, Da 1978 Fluggenehmigungen für weitere Flüge versagt wurden, wurde nach der Flugbetrieb am Flughafen Kjøllefjord eingestellt.

Das Windkraftwerk Kjøllefjord - Bereich Gartefjellet Höhenlage zwischen 244 - 299 Meter über Null - mit 17 Windkraftanlagen (Nabenhöhe 70 m, Rotordurchmesser 82,4 m, Gesamthöhe ca. 111 m ) wurde am 17. November 2006 in Betrieb genommen. Dem Gelände wurde entsprechend die Gelände- und Hausnummer „Vindmølleveien 409“ zugeteilt. Die an Statkraft Development AS erteilte Anlagenkonzession ist am 5. März 2007 auf die Kjøllefjord Vind AS übergegangen und hat noch eine Laufzeit bin zum 10. Oktober 2031. Seit April 2024 läuft ein „Erneuerungs-/Erweiterungsantrag“ mit dem Ziel in einem erweitern Gelände 30 Windkraftanlagen (Gesamthöhe von 180 - 220 Metern) betreiben zu können.

Die von Ingun Dahlin geschaffenen Figuren aus Steinzeug stehen an mehreren Ort u.a. entlang der norwegischen Küste. Diese hier auf der Innenmole stehenden drei Figuren «Tapre kystkvinner» sowie «Tapre kystkvinner» wurden 2010 Dank der Kontakte von Kjell Sørbø (Leiter von Kjøllefjord Kunstforening) zu Arne Erntsen (Kapitän auf der MS Trollfjord) nach Kjøllefjord transportiert. Auf Deck 9 der MS Trollfjord begann am 9. September 2010 die Reise entlang der norwegischen Küste und führte über die „Wendehäfen“ Bergen als auch Kirkenes zum Zielhafen Kjøllefjord. Hier wurden in einer Feier die Figuren am 25. September 2010 enthüllt und mit Meerwasser getauft. Material: Die Küstenfrauen sind aus modelliertem Steingut. Sie stehen auf Sockeln, die sie bis zur Taille reichen lassen, und sind mit einem Fischernetz bedeckt. Ihre Arme bilden ein mit Blattgold verziertes Kreuz.

Die norwegische Küstenverwaltung hat 2025 die gestartete Ausschreibung zum geplanten Hafenumbau - Innseiling Kjøllefjord Fiskerihavn - zurückgezogen. Der Hafenumbau hat - vereinfacht ausgedrückt - drei Ziele - Zwei Wellenbrechen sollen die Hafensicherheit erhöhen. - Bessere Liegebedingungen durch eine Vertiefung auf sechs bzw. sieben Meter - Schaffung und Nutzung von Hafenflächen (Illustration sowie Zeichnung) Im Rahmen einer neuen Ausschreibung - siehe hier nähere Details - hat die norwegische Küstenverwaltung die Rahmenbedingungen als auch der Kostenrahmen des Projekts überarbeitet. Die Angebotsfrist endet im März 2026, der Baubeginn soll im Juni 2026 erfolgen.

Bilder

orte/kjollefjord.txt · Zuletzt geändert: von manfred