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orte:vardo

Vardø

Koordinaten: 70°22'28„ N, 31°06'16“ E | Karte

nordgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

südgehend:
letzter Hafen
nächster Hafen

Vardo Vardoe Vardö

HR-Infos

Der Hurtigrutenkai (D/S Kai) befindet sich in der Stadtmitte (Kaigata 26a - 70°22'28.10„ N / 31°6'15.86“ E).
Tel: +47 78 98 82 77

Der Flughafen liegt auf der Landseite und ist nach ca. 4 km durch den Tunnel erreichbar (70°21'22.71" N / 31°2'26.49" E).

Fahrplan:

Ankunft nordgehend: 3:15 Uhr
Abfahrt nordgehend: 3:30 Uhr
Aufenthaltsdauer: 15 Minuten
Ankunft südgehend: 15:45 Uhr
Abfahrt südgehend: 16:45 Uhr
Aufenthaltsdauer: 1 Stunde
Fahrtdauer nordgehend seit Båtsfjord 3 Stunden 39 Seemeilen
Fahrtdauer nordgehend bis Vadsø 3 Stunden 15 Minuten 42 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend seit Kirkenes 3 Stunden 15 Minuten 50 Seemeilen
Fahrtdauer südgehend bis Båtsfjord 3 Stunden 39 Seemeilen

Landausflüge südgehend:

  • Besichtigung der alten Festung Vardøhus, ganzjährig, nur an Bord buchbar!

Allgemeine Infos

Die kleine Stadt Vardø mit ihren 1.922 Einwohnern (Stand 01.01.2016) ist die östlichste Stadt Norwegens, und gleichzeitig die älteste Stadt der Finnmark. In der gleichnamigen Kommune leben 2.137 Einwohner (Stand 1.1.2016).

Die Stadt lebt überwiegend vom Fischfang und der Fischverarbeitung, wie auch nach den Jahren des kalten Krieges, erneut vom Handel mit Russland.

Hauptattraktion der Stadt ist neben der Festung Vardøhus, deren Kanonen, außer zur Begrüßung der Sonne im Januar, noch nie einen Schuss abgegeben haben, das 2011 eingeweihte Hexenmonument am Steilneset. Dort wird an die großen Hexenprozesse im 17.Jahrhundert in der Finnmark erinnert.

Webcams

Wichtige Adressen

(Vorwahl Norwegen 0047)
(Notrufnummern: Polizei 112, Feuerwehr 110, Krankenwagen 113, Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117)

Sehenswürdigkeiten

Hotels und Pensionen

Restaurants, Cafes und Fast Food

  • Restaurant Arctic im Hotel Vardø - Kaigata 8, Tel 78 98 77 61, FAX 78 98 83 97, www.vardohotel.no, post@vardohotel.no,
  • Hamningberg Rorbuer AS - Kaigata 12, Tel 78 98 76 00, www.hamningberg.no, stein-inge.riise@rue.no
  • Meieriet Restaurant - Strandgata 8, Tel 78 98 78 00,
  • Nordpol Kro - Kaigata 21, Tel 78 98 75 01, mob. 917 36 832, FAX 78 98 85 19, www.nordpolkro.no, nordpolkro@c2i.net,
  • Asian Burger Cafe - Kristian IV gate 3, Tel 78 94 46 00, FAX 78 98 70 82, mob. 920 44 003,
  • Lille Moskva - Kiberg, Tel 977 24 309
  • Unnis kaffebar - Strandgata 16, Tel 97 66 32 30, mob. 469 35 357,
  • GRILLIJADEN - Kaigate, Tel 78 98 86 39, Imbiss

Pubs, Kneipen und Discotheken

Shopping

Banken

Autoverleih, Taxi und Bus

  • Avis Bilutleie - Vardø Lufthavn, Tel 78 98 70 97, www.avis.no,
  • Vardø drosjesentral - Festnings Gata 4, Tel 78 98 73 71, Taxi

Sonstiges

Geschichtliches

Anfang des 14.Jahrhunderts errichtete König Haakon V.Magnusson die Festung Vardøhus auf der Insel Vardøya als Verteigungsanlage gegen die Russen der Republik Nowgorod. Das Jahr 1306 gilt daher als Gründungsjahr der Gemeinde Vardø. Archäologische Funde deuten allerdings auf eine Besiedelung der Gegend vor 9000 Jahren hin.
Die heutige achteckige Festungsanlage wurde in den Jahren 1734 - 1738 gebaut. Alle Gebäude innerhalb der Festung stammen aus der Zeit vor 1825
1768 fuhr der Wiener Astronom Maximilian Hell im Auftrag von König Christian VII nach Vardø. Er sollte den Verlauf des Planeten Venus im Verhältnis zur Sonne beobachten. Aufgrund seiner Arbeit war erstmals eine präzise Berechnung des Abstandes zwischen Sonne und Erde möglich. Auch konnte er ziemlich genau die geographische Länge und Breite eines Ortes bestimmen.
Vardø erhielt 1789 die Stadtrechte. Im 18. und 19.Jahrhundert galt Vardø als „Hauptstadt des Pomorhandels“, der im gesamten Varangergebiet eifrig betrieben wurde. Dabei ging es hauptsächlich um den Tauschhandel mit den Pomoren aus Russland. Sie brachten Getreide und Holz und erhielten dafür Fisch. Der Handel endete offiziell nach der Russischen Revolution 1917, wurde aber noch heimlich bis ca. 1920 weiter betrieben. Noch heute werden im Juli die „Promordagene“ gefeiert, ein Straßenfest mit vielen Verkaufsständen, Musik und Tanz.
Die wirtschaftliche Blüte während dieser Zeit brachte auch eine große Einwanderungswelle mit sich. Auch heute noch leben viele Menschen mit Vorfahren aus Südnorwegen, Dänemark, Schweden, Finnland und Russland in der Vardø-Kommune.
1893 startete Fridjof Nansen mit seiner FRAM von Vardø aus zum Nordpol. Ihm zu Ehren wurde zum 100jährigen Jubiläum dieses Ereignisses der Fridjof Nansen-plass in Vardø eingeweiht und eine Bronzestatue des Polarforschers aufgestellt.
Nach der Besetzung Norwegens 1940 durch deutsche Truppen hisste die kleine Einheit auf der Festung Vardøhus als letzte am 1.11.1940 die freie, norwegische Flagge. Auch betrieben sie bis zum Sommer 1940 eine Küsten-Radiostation „Vardø-Radio“. Sie wurde bombardiert und zerstört.
Die Stadt wurde beim Abzug der deutschen Besatzungstruppen 1944 von den Alliierten bombardiert und fast völlig zerstört. Nach ihrer Rückkehr bauten die zwangsevakuierten Bewohner ihre Stadt auf der Insel wieder auf. Die norwegische Flagge auf der Festung wehte nach der Vertreibung der Deutschen durch sowjetische Truppen zum ersten Mal wieder am 31.10.1944
Während des Kalten Krieges installierte die Nato auf einem Hügel in Vardø ein Frühwarnsystem. Die weithin sichtbaren Radarkugeln dienen seit 1998 dem Projekt „Globus II Radar“. Offiziell wird damit der Weltraummüll beobachtet. Zusätzlich ist es aber auch in den Raketenabwehrschirm der USA ( National Missile Defense ) eingebunden.
1977 begann man den „ishavstunnelen“ zu bauen. Er wurde 1982 für den Verkehr freigegeben und verbindet seitdem die Stadt Vardø auf der Insel Skagodden mit dem Festland.
Am 24.6.2011 wurde in Vardø durch Königin Sonja ein „Museum der Hexenverbrennung“ eingeweiht. Es erinnert an die Hexenverbrennungen im 16. und 17.Jahrhundert, bei denen 91 Frauen in Vardø den Tod fanden. Das Museum befindet sich am Steilneset, der Stelle bei Vardø wo die Verbrennungen vermutlich stattgefunden haben. Eine 120 m lange Holzkonstruktion nach Art der Trockenfischgestelle beherbergt das Museum. Architekt ist der Schweizer Peter Zumthor. Die künstlerische Innenausstattung stammt von der Bildhauerin Louise Bourgois.
Vardø Kirke
Die erste Kirche in Vardø wurde bereits 1307 eingeweiht.
Die heutige, vierte Kirche wurde 1958 vom Architekten Eyvind Moestue aus Spannbeton gebaut. Sie hat einen außergewöhnlichen Dreiecksturm und bietet Platz für fast 500 Menschen. Die künstlerische Innenausstattung stammt von Jens von der Lippe. Neben der modernen Kirche gibt es in Vardø noch die kleine Stegelneset kapell auf dem Friedhof. Sie wurde bereits 1858 gebaut und schon häufig restauriert.

Bilder


orte/vardo.txt · Zuletzt geändert: 14.08.2017 23:16 von manfred | Ihre Anmerkungen |
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